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Duell im Burgflecken: Ein Amt, zwei Kandidaten

Duell im Burgflecken: Ein Amt, zwei Kandidaten

Gleich zwei Kandidaten wollen sich bei der Kommunalwahl am kommenden Sonntag, 7. Juni, um das Amt des Ortsbürgermeisters in Schönecken bewerben:

Schönecken. (ch) Amtsinhaber Werner Krämer (CDU) und Herausforderer Matthias Antony (FWG) stellen sich zur Wahl. Sei es die vom Aus bedrohte Hauptschule, das seit dem vergangenen Jahr geschlossene Schwimmbad oder die Entwicklung des Ortskerns: Aufgaben für die nächsten Jahre gibt es genug. Dabei gehen die Meinungen durchaus auseinander, vor allem, was die Entwicklung in den vergangenen Jahren angeht. Gerne hätte der Trierische Volksfreund auch einen Stammtisch organisiert, damit sich die Menschen persönlich ein Bild von den Bewerbern machen können, aber Ortsbürgermeister Werner Krämer war hierzu nicht bereit.

Werner Krämer (CDU)

Hauptschule:
"Wir haben alles mögliche getan, um zumindest die fünften und sechsten Klassen hier in Schönecken zu behalten. Aber bei einer vom Land beschlossenen Schulreform hat man als Ortsbürgermeister keine Möglichkeit, sie zu verhindern."

Schwimmbad:
"Das Naturbad war ein gutes Konzept, das auch vom VG-Rat beschlossen wurde. Doch das Naturbad war nicht alles, sondern nur ein Teil des Gesamtkonzeptes mit dem Freizeitpark. Jetzt müssen wir einen Kompromiss finden, um auch weiterhin ein Schwimmbecken in angemessener Größe zu behalten."

Nimstalradweg:
"Über die Flurbereinigung hätten wir mittlerweile eine Trasse in Schönecken, aber man braucht dazu Fördermittel, und da hat der Nimstalradweg im Moment nicht die höchste Priorität. Sollten sich aber kurzfristiege Änderungen ergeben, wären wir bereit."

Matthias Antony (FWG)

Hauptschule:
"Natürlich kann der Ortsbügermeister keine Entscheidung der Landesregierung verhindern. Aber ich habe eine entschlossene Aktion von betroffenen Ortsbürgermeistern vermisst. Eine Absprache untereinander wäre wichtig gewesen, zumindest der Versuch."

Schwimmbad: "Das Thema wurde bisher zu klein gefasst. Es geht nicht nur um ein Bad für Schönecken, sondern um ein Angebot für die VG und das gesamte Umland. Das Konzept muss die VG begeistern und eine Erlebniswelt mit unterschiedlichen Möglichkeiten sein. Aber für den Tourismus und die Werbung braucht Schönecken ein Schwimmbecken."

Nimstalradweg: "Wir brauchen den Radweg, weil er den Ort an das Netz anschließt. Im Bereich der VG Bitburg-Land ist der Weg schon fertig, und von einer Fertigstellung würde das gesamte Nimstal profitieren."