Eifel: Starke Ergebnisse für CDU, SPD, Grüne und Windkraftgegner bei der Kommunalwahl

Eifel: Starke Ergebnisse für CDU, SPD, Grüne und Windkraftgegner bei der Kommunalwahl

Die großen Parteien und die Grünen ziehen nach der Kommunalwahl gestärkt in die Kreistage in der Eifel ein. Die FDP verlor überall an Stimmen, während Windkraftgegner in zwei Verbandsgemeinden für Überraschungen sorgten.

Die Kommunalwahl hat die Eifel zugleich schwärzer, roter und grüner gemacht: Im Eifelkreis Bitburg-Prüm und im Vulkaneifelkreis haben CDU, SPD und Grüne in vielen kommunalen Gremien zugelegt. In beiden Kreisen geschah dies auf Kosten der FDP und freier Wählergruppen. Während in der Vulkaneifel die FWG ihre Stimmanteile behaupten konnte, verlor die Bürgerunion Vulkaneifel (BUV) deutlich an Stimmen. Sie hatte vor fünf Jahren mit ihrem Widerstand gegen die Fusion der Sparkassen der beiden Kreise gepunktet und war mit zweistelligen Ergebnissen in viele kommunale Gremien eingezogen.

Im Eifelkreis musste die FWG vor allem auf Kreisebene eine herbe Niederlage hinnehmen. Sie verlor alle Wähler, die sie 2009 im Gefolge der erfolgreichen Urwahl von FWG-Landrat Joachim Streit gewonnen hatte, wieder.

Während im Eifelkreis die SPD am stärksten zulegte, verzeichnete im Vulkaneifelkreis die CDU die größeren Gewinne. Ihre früher sicheren absoluten Mehrheiten in den Kreistagen konnten die Christdemokraten in keinem der beiden Kreise zurückerobern. Die Landräte Joachim Streit (Eifelkreis/FWG) und Heinz-Peter Thiel (Vulkaneifelkreis/parteilos) reagierten zurückhaltend auf das Wahlergebnis. Thiel lobte die stabile Wahlbeteiligung in seinem Kreis von knapp über 60 Prozent. Streit wertete es trotz der Verluste seiner Gruppierung als positiv, dass keine absolute Mehrheit zustande kam und alle Parteien und Gruppierungen dadurch zur Suche nach sachorientierten Lösungen gezwungen seien.
Die größte Überraschung auf der Ebene der Verbandsgemeinden ist das starke Abschneiden der Anti-Windkraft-Gruppierung Sturm im Wald. Sie war in den Verbandsgemeinden Hillesheim und Kelberg angetreten und erreichte jeweils 14,8 Prozent.

Alle Ergebnisse und Analysen der Kreistags- und Verbandsgemeinderatswahlen finden Sie heute auf volksfreund.de/wahlen .

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