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Eine Woche voller Inspirationen

Eine Woche voller Inspirationen

Innerhalb von nur einer Woche versuchen Studierende der Fachrichtungen "Digitale Medien und Spiele" und "Intermedia Design" gemeinsam ein funktionstüchtiges Spiel zu entwickeln. Was dabei entstehen kann, zeigen sie Ende September beim City Campus.

Trier. Ein Seminarraum, ein Computerraum, ein Team mit Programmierern, eines mit Grafikern, eine Idee und eine Woche Zeit - das sind die Bedingungen, unter denen die sogenannte "Game Development Week" an der Hochschule Trier stattfindet. Entstanden ist die "GameDevWeek" vor einigen Jahren ganz spontan, als sich Studierende zusammenfanden, um ihr Wissen praktisch anzuwenden und gemeinsam ein Spiel zu entwickeln. Inzwischen findet das Projekt jedes Semester statt und wird von der Studierendenvertretung des Faches und freiwilligen Helfern organisiert.Spielidee wird festgelegt


Georg Schäfer, einer der Organisatoren, rechnet damit, dass sich etwa 15 bis 20 Programmierer aus dem Fachbereich Informatik für das Projekt melden werden und um die zehn Grafiker aus der Fachrichtung Intermedia Design.
Bevor es am 29. Oktober mit dem Programmieren und Entwickeln losgeht, treffen sie sich vorher nur ein bis zwei Mal um die Spielidee festzulegen. Was für ein Spiel sie diesmal entwickeln, wissen sie noch nicht - nur dass es diesmal ein sogenannter Singleplayer, also ein Spiel für einen einzelnen Spieler, werden soll. "Es geht darum eine möglichst einfache Idee zu finden, die nicht zu viele Elemente enthält, die im Zusammenspiel funktionieren müssen." Je mehr Elemente, desto mehr kann schiefgehen.
Am ersten Tag der "GameDevWeek" wird am wenigsten gearbeitet, erklärt Georg, das Team müsse erst einmal zusammenfinden. Ab Dienstag geht es dann ans Eingemachte. Die Programmierer beginnen mit Platzhaltern, sogenannten Dummies, die Spielfiguren zu erstellen. Sie legen fest, was die Figur können muss, wie sie sich bewegt und sich verhält. Währenddessen arbeiten die Designer daran, den Figuren und der Umgebung ein Aussehen zu geben. Am Samstag und Sonntag wollen sie ihrem Spiel nur noch den Feinschliff geben, aber das klappt nur selten planmäßig. Oft tauchen unvorhergesehene Probleme auf, wenn Spielelemente nicht wie geplant ineinandergreifen.
"Das Schwierigste ist oft die Kommunikation zwischen den Leuten", erklärt Georg, "sie reden, aber sie reden aneinander vorbei. Als Organisatoren kommen wir oft selbst nicht zum Programmieren, sondern vermitteln hauptsächlich."
Es geht ihnen bei dem Projekt darum, ihr theoretisches Wissen anzuwenden und im Team etwas zu entwickeln, wie sie es auch später im Berufsleben wohl tun werden. Sie schaffen so eine authentische Situation, die im normalen Studium oft zu kurz kommt. "Der beste Moment ist, wenn das Spiel zum ersten Mal läuft und man sehen kann, was man geschafft hat."
Weitere Informationen im Internet unter der Adresse
volksfreund.de/citycampusExtra

Der Studiengang "Digitale Medien und Spiele" an der Hochschule Trier richtet sich an Kreative, aber auch mathematisch Interessierte. Neben Modulen aus der klassischen Informatik besteht auch die Möglichkeit, sich mit Aspekten der Spielentwicklung wie der Programmierung, der Gestaltung und Produktionsentwicklung zu befassen. redExtra

City Campus meets Illuminale präsentiert am Freitag, 26. September, zwischen Lichtinstallationen und illuminierten Objekten Wissenschaft zum Anfassen und macht Forschung im Herzen der Stadt erlebbar. Über 150 Exponate, Vorführungen und Vorträge finden Besucher zwischen Kornmarkt, Bischöflichem Priesterseminar und Palastgarten. Neun Themenbereiche laden zum Staunen und Verweilen ein. Für Kinder gibt es ab 16 Uhr Programm; die offizielle Eröffnung ist für 18 Uhr vorgesehen, bis Mitternacht stehen den Besuchern alle Exponate bei freiem Eintritt zur Verfügung. red