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Europa wählt: Die Fakten zur EU-Abstimmung

Europa wählt: Die Fakten zur EU-Abstimmung

Knapp eine Woche vor der Europawahl sind noch viele Wähler unentschlossen, wem sie am 7. Juni ihre Stimme geben sollen. Wahlforscher rechnen mit einer extrem geringen Wahlbeteiligung. Der TV informiert über die wichtigsten Fakten zur Wahl.

Trier. (wie) Rentner sind gut repräsentiert: Gleich zwei Parteien (die Rentnerinnen und Rentner Partei und die Rentner-Partei Deutschland) treten in ihrem Namen an. Nimmt man die Grauen, die sich nun Generations-Partei nennen, sind es sogar drei Rentner-Parteien. Insgesamt 31 Parteien stehen auf dem 93,5 Zentimeter langen Wahlzettel für die Europawahl am 7. Juni - neun mehr als noch vor fünf Jahren. Darunter auch die "Piratenpartei" Deutschland, die sich unter anderem für die Legalisierung privater Kopien etwa von DVDs einsetzt, und die "Violetten für spirituelle Politik". Die Reihenfolge der Wahlvorschläge auf dem Stimmzettel richtet sich nach den Stimmen, die die Parteien und politischen Vereinigungen bei der Europawahl vor fünf Jahren erhalten haben.

Doch die wenigsten Wähler verstehen, wofür die einzelnen Parteien überhaupt stehen. Die Parteiprogramme zur Europawahl seien oft so unverständlich wie Doktorarbeiten, heißt es in einer Studie von Wahlforschern der Universität Hohenheim in Stuttgart. Vielleicht hängt damit auch die prognostizierte geringe Wahlbeteiligung zusammen. Experten rechnen damit, dass sich so viele Wähler wie noch nie enthalten werden.

Hier die wichtigsten Fakten:

Insgesamt werden 736 Sitze im Europa-Parlament vergeben. Deutschland hat 99, Luxemburg sechs.

Rheinland-Pfalz ist derzeit mit vier Abgeordneten vertreten: Christa Klaß (CDU, Osann-Monzel, Kreis Bernkastel-Wittlich), Werner Langen (CDU, Oberfell, Kreis Cochem-Zell), Kurt Lechner (CDU, Kaiserslautern) und Ralf Walter (SPD, Cochem), der nicht mehr antritt.

Jeder Wähler hat eine Stimme, die er einem Listenvorschlag (also einer Partei) auf dem Stimmzettel geben kann.

Die Wahl findet vom 4. bis 7. Juni in den 27 EU-Mitgliedsländern statt. In den Niederlanden und Großbritannien wird bereits am Donnerstag gewählt. In Deutschland sind die Wahllokale am 7. Juni von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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