1. Dossier

Fans friedlich, kaum Unfälle, aber viele Handydiebstähle

Fans friedlich, kaum Unfälle, aber viele Handydiebstähle

Aus polizeilicher Sicht ruhig verliefen die ersten beiden Ring-Tage. Es gab nur wenige Einsätze und auch keine gravierenden Verkehrsunfälle. Weiter problematisch ist aber die hohe Zahl an Handydiebstählen.

"Ein Festival, wie es aus polizeilicher Sicht besser nicht sein kann." So bilanzierte Polizeioberrat Paul Wehner die Sicherheitslage von Rock am Ring bis Samstagabend. Die Festivalbesucher gingen respekvoll miteinander um und würden sich gegenseitig helfen, anstatt Randale anzuzetteln. Dadurch habe die Polizei "nur ganz wenige Einsätze" gehabt.

Ebenfalls positiv: Es gab laut Polizeichef Wehner "keine gravierenden Verkehrsunfälle". Allerding sind bei einer Geschwindigkeitskontrolle im Raum Kelberg 52 Autofahrer zu schnell unterwegs gewesen und sind verwarnt worden. Zudem hat die Polizei rund 100 Fahrzeuge abgeschleppt, um die Rettungswege freizuhalten.

Als Problem hat sich in diesem Jahr wieder die hohe Zahl von Diebstählen aus Zelten erwiesen: 80 Strafanzeigen wurden deswegen erstattet. Allerdings machte die Polizei bis Samstagabend vier Tatverdächtige dingfest und fand bei ihnen große Teile des Diebesguts. Vor allem Handys. Zwei der Gefassten kamen in Untersuchungshaft, bei den anderen Beiden reichten die Beweise nicht für eine Verhaftung. Sie bekamen aber Platzverbot.

Handydiebstähle gab es auch beim Festival Rock im Park in Nürnberg. Die Polizei ist in diesem Zusammenhang möglicherweise einem internationalen Diebstahl-Ring auf die Spur gekommen. Mehrere Männer sollen bei den Festivals im großen Stil Handys aus Zelten gestohlen haben.

Auf dem Nürnberger Zeppelinfeld wurden bereits am Freitagmorgen zwei Engländer festgenommen, die zahlreiche Mobiltelefone geklaut haben sollen, während die Rockfans vor den Bühnen feierten. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang, weil alle Männer schwedische Kronen in großen Mengen bei sich hatten. In Schweden habe gerade ebenfalls ein großes Rock-Festival stattgefunden, teilte ein Sprecher der Nürnberger Polizei am Samstag mit.

Mit Betrügern hatten auch 230 Festivalbesucher in der Eifel zu tun: Sie hatten im Internet falsche Tickets gekauft. Dennoch hat der Veranstalter ihnen wegen der zum Teil weiten Anreise die Möglichkeit gegeben, ein neues Originalticket zu kaufen.

(mh/dpa/lrs)