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INFRASTRUKTUR: Mehr Fahrradwege für Bitburg

INFRASTRUKTUR : Mehr Fahrradwege für Bitburg

Beim Landesbetrieb Mobilität laufen die Planungen für eine Verbindung zwischen der Bitburger Saarstraße und dem Stadtteil Masholder auf der alten Bahntrasse.

(uhe) Angestrebt wird das Vorhaben schon lange, nun wird es auch konkret. Gemeinsam mit der Stadt Bitburg möchte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein eine Radwegverbindung vom Stadtteil Masholder bis hin zur Saarstraße schaffen.

Der vorgesehene Streckenverlauf sieht dabei größtenteils die Nutzung der ehemaligen Nimstalbahn-Trasse vor, die südlich des in Masholder ansässigen Unternehmens Hilco Tunnelvortriebstechnik sowie auf der anderen Seite der B 51 durch das Industriegebiet zwischen Saar- und Industriestraße verläuft.

Ursprünglich führte die Bahntrasse im weiteren Verlauf südlich des heutigen Kreisels beim Burger King über die Saarstraße. Nach Vorstellung der Stadt soll der Radweg diesem Verlauf aber nicht komplett folgen, sondern idealerweise zwischen den Grundstücken des Mercedes-Autohauses (Hess) und des benachbarten Pflanzengeschäfts (Die grüne Halle) auf die Saarstraße stoßen. Von dort würde der Weg dann über die Saarstraße auf die bereits vorhandene Radwegrampe in Richtung Bahnhofstraße führen.

Der Bitburger Stadtrat hat dazu in seiner Sitzung Ende Januar die Aufstellung eines Bebauungsplans für den betroffenen Bereich des Industriegebiets beschlossen. Auf der westlichen Seite der B 51 (Masholder) liegt nach Auskunft des LBM inzwischen bereits Baurecht für die dafür notwendige Erneuerung der B 51-Brücke über die Bahntrasse vor. Mit den Rodungsarbeiten in diesem Bereich wurde inzwischen begonnen, im Oktober soll es dann mit Brückenbauarbeiten losgehen.

Wie lange dieses Radwegstück die Planer bereits beschäftigt, zeigt unter anderem auch eine Sitzungsvorlage des Bitburger Stadtrats aus dem Jahr 2016. In dieser Vorlage wird darauf hingewiesen, dass man sich schon seit Jahren um diese Reaktivierung des alten Bahntrassen-Abschnitts bemühe, diese aber bislang an den Verhandlungen mit dem Grundstückseigentümer (Hilco) gescheitert seien. Dass dieser Prozess in 2016 dann noch einmal Fahrt aufgenommen hat, lag unter anderem auch an der Bewerbung Bitburgs als Austragungsort für die Landesgartenschau 2022. Seitens des dafür zuständigen Planungsbüros wurde nämlich erneut auf die Wichtigkeit und touristische Bedeutung dieser Radwegverbindung zwischen Bitburg und dem Nimstal-Radweg hingewiesen.

Aus der Landesgartenschau wurde zwar nichts, dafür aber scheinen die Grundstücksverhandlungen mit Hilco erfolgreich gewesen zu sein. Sollte die Stadt mit den Grundstückseigentümern entlang der Saarstraße zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, stünde dem knapp 700 Meter langen Radwegstück nichts mehr im Wege.