| 17:35 Uhr

Soziales
Mit Humor gegen Ängste und Sorgen

Die Bewohner des Seniorenhauses Regina Protmann sind begeistert.
Die Bewohner des Seniorenhauses Regina Protmann sind begeistert. FOTO: Helmut Gassen
Daun/Hillesheim. Clown-Doktoren haben Bewohner eines Dauner Seniorenheims besucht und sie mit Musik und guter Laune unterhalten.

Der Hillesheimer Galerist Cosmo Ombre hat die Arbeit von Klinik Clowns in seinem Heimatland Holland erlebt und auch selbst schon dort seit vielen Jahren gesponsert. Die Clown Doktoren sollen kranken und hilfsbedürftigen Menschen für ein paar Augenblicke die Ängste und Sorgen vertreiben und den Lebensmut stärken. „Das muss auch hier möglich sein“, sagte er sich mit Krimiautor Ralf Kramp und Fotograf Thomas Regnery.

Zusammen veranstalteten die drei Hillesheimer Jungs im November vergangenen Jahres einen Kintopp-Abend in der Eifel-Film-Bühne Hillesheim, zu dem rund 150 Besucher kamen und sich einen vergnüglichen Abend machten. „Ich habe sogar Nachfragen, dass man den Kintopp-Abend doch wiederholen sollte“, erzählt Cosmo Ombre. Der Eintritt war für die Kinobesucher frei, um eine Spende wurde gebeten.

Und davon gab es genug: Am Ende kamen nach Abzug der Kosten immerhin 800 Euro zusammen, die dem Dachverband „Clowns in Medizin und Pflege“ nun übergeben wurden. Als Dank dafür gab es einen Auftritt der Clowns-Doktoren im Seniorenhaus Regina Protmann. Ursprünglich sollte der geplante Auftritt im Alten- und Pflegeheim Katharinenstift in Hillesheim stattfinden, aber dort fand an diesem Tag eine Karnevalveranstaltung statt.

Die Bewohner des Seniorenhauses Regina Protmann freuten sich riesig über die lustigen Vorführungen der Clowns-Doktoren. „Das ist richtig gut und die Atmosphäre ist so schön“, sagte Hausbewohnerin Eva- Maria Rach, die ihr Alter aber nicht gedruckt sehen will. Mit ihr schauten sich rund 60 Hausbewohner die musikalischen Darbietungen der Clown-Schauspielerin und Künstlerischen Leiterin der Clown-Doktoren Ruth Albertin und von Roland Strasser an, die sich bemühten, die älteren Menschen in ihre Darbietung einzubeziehen.

Passend zum Weiberdonnerstag wurden natürlich, so gut es ging, Karnevalslieder gesungen und es wurde zusammen geschunkelt. „Die Musik hat mir sehr gut gefallen“, sagte die 88-jährige Hedwig Maier, die mit einem mexikanischen Sombrero behütet ordentlich mitmachte.