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Sonne statt Sturm am Rosenmontag

Sonne statt Sturm am Rosenmontag

Die Sturmwarnung hat auch für die Hillesheimer Folgen: Der Vorstand des Karnevalsvereins entscheidet, keine Wagen zuzulassen. Nur 20 Gruppen also statt 35, die Stimmung ist trotzdem gut. Und allen Warnungen zum Trotz: Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite.

Hillesheim. Trotz der ungünstigen Wetterprognose tritt rechtzeitig die Sonne hervor, und schon kommen zum Rosenmontagszug erwartungsvolle Schaulustige. Was ursprünglich mit 35 Gruppen, Wagen, Musikanten mit 800 Teilnehmern geplant war, findet nun mit nur etwa 20 Gruppen statt.
Mit Cowboys, Tierfängern, Handwerksburschen auf der Walz, Damen auf Stippvisite im Eifelland und vielem mehr setzt sich der Zug "Vam Butz bes an de Pisselsjass" zusammen. Je mehr sich die Wolken verziehen, umso mehr Zuschauer, auch aus dem Umland, sammeln sich entlang der Strecke. Der Hillesheimer Karnevalsverein (HKV) hatte am frühen Morgen entschieden, nur Fußgruppen zuzulassen. Vorsitzender Gerd Knieps: "Es fiel uns allen nicht leicht, so zu entscheiden. Viele Stunden der Vorbereitung beim Bauen und Schmücken gingen unter."
Norbert Mauel, gebürtiger Hillesheimer, reiste eigens zum Zug an. "Da muss ich dabei sein, wenn der verloren gegangene Döppesdeckelchenzug aus dem Tiefschlaf geholt wird", sagt Mauel. Der Hauptinitiator der Gruppe, Manfred Bauer, erinnert sich noch gut an den unorganisierten, ausgelassenen Straßenkarneval, so wie er früher war. Deshalb stellte er die Gruppe mit 50 Mitläufern zusammen. Bauer (Zweiter von links) feiert am Rosenmontag außerdem ein Jubiläum. Zum 55. Mal ist er aktiv beim Umzug dabei.