1. Dossier
  2. Fastnacht
  3. Hochwald

Den Stadtschlüssel fest im Griff

Den Stadtschlüssel fest im Griff

Vor 13 Jahren ist diese Tradition vom Karnevalsverein (KV) Reinsfeld und den närrischen Mitstreitern vom KV Ruck Zuck in Hermeskeil eingeführt worden. Beide Vereine lüften das Geheimnis der neuen Regentschaft gemeinsam: Das Reinsfelder Prinzenpaar, Jessica I. und André I., und ihre Amtskollegen aus Hermeskeil, Stefanie I. und Tobias I., regieren bis Aschermittwoch den Hochwald.

Reinsfeld. Es gibt neue Machthaber im Hochwald. Die Wahl des Karnevalvereins Reinsfeld (KVR) fiel auf Jessica I. und André I. Die närrischen Nachbarn vom KV Ruck Zuck stellten bei der Prinzenproklamation in Reinsfeld Stefanie I. und Tobias I. vor. Zusätzlich haben die Hermeskeiler traditionell ein Kinderprinzenpaar. Es sind Tosca I. und Moritz I.Carina Weber vom KVR und Erich Jacobi vom KV Ruck-Zuck führten gemeinsam durch den Proklamationsabend in der Kulturhalle Reinsfeld, wo sich mehr als 300 Hochwaldnarren eingefunden hatten.Bevor das Geheimnis jedoch gelüftet werden konnte, mussten erst geeignete Kandidaten gefunden werden. Wie das geht, beschreibt der Hermeskeiler Vorsitzende, Jörg Hartig, so: "Gemeinsam mit Franz Müller beginne ich schon im Sommer nach geeigneten Pärchen zu fragen." Ohne Vorwarnung wird an der Tür geklingelt, denn, so Hartig: "Ein bisschen Überrumpelung ist schon dabei."Nach viel Überredungskunst gibt's nach der Zusage ein Schnäpschen.Ähnlich funktioniert das System in Reinsfeld, nur, so der KVR-Vorsitzende Gerrit Herrloch: "Ich ziehe mit Christine Lauer und Eva Klein los." Beide Suchtrupps trifft in jedem Jahr unvermittelt die Feststellung der Prinzessin in spe: "Dafür habe ich doch gar nichts zum Anziehen." Diese Ausrede lassen die Obernarren beider Vereine jedoch höchstens für Eva im Paradies gelten. Die Paare werden entsprechend ausstaffiert."Das sind Maßanfertigungen, zu denen wir auch einen Zuschuss geben", beschreibt Hartig die Anschaffung der edlen Ausstattung. "Die Paare müssen sich in ihren Kleidern wohlfühlen, denn es stehen ihnen gut 30 Auftritte in der Session bevor", sagt Herrloch. Vom Nordsaarland über Trier bis Bitburg reiche die Reichweite für "närrische Staatsbesuche". Die gemeinsame Prinzenproklamation von Hermeskeil und Reinsfeld begann vor 13 Jahren. "Wir wurden von Reinsfeld eingeladen und haben uns gedacht, da bringen wir unser Prinzenpaar gleich mit", erinnert sich Hartig. Seitdem wird die Prinzenproklamation immer abwechselnd in den beiden Fastnachtshochburgen gefeiert.Die alten Prinzenpaare, Bianka und Christoph aus Hermeskeil und Christian mit Vera aus Reinsfeld zogen eine positive Bilanz ihrer Regentschaft. "Da trifft man interessante Leute und kann viel feuchtfröhlich feiern", sagt Bianka. Alle erwartet eine märchenhafte Fasenacht. Es wird geschunkelt und gelacht.Die beiden Narrenorganisationen informieren über ihre weiteren karnevalistischen Aktionen auf <%LINK auto="true" href="http://www.reinsfeld.de/Vereine/Karnevalsverein" text="www.reinsfeld.de/Vereine/Karnevalsverein" class="more"%> und <%LINK auto="true" href="http://www.ruckzuck-hermeskeil.de" text="www.ruckzuck-hermeskeil.de" class="more"%>Weitere Fotos, Infos und Termine zur Fastnacht finden Interessierte untervolksfreund.de/fastnachtExtra

Die Hermeskeiler Narren kennen Kurt Müller nur als "Franz". Für seine Verdienste um das närrische Brauchtum hat er jetzt den Ehrenorden des Karnevalsvereins Ruck Zuck erhalten. Erstmals trat Müller 1992 als Wildecker Herzbube auf die Narrenbühne. Viele weitere närrische Rollen folgten. 1996 war er auch Prinz. Selbst sorgte er immer für die gute Besetzung bei der Wahl des Prinzenpaares. Der langjährige Sitzungspräsident bekam mit dem Orden die Ehrenmitgliedschaft verliehen. doth