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Fastnacht
Ein Dreigestirn und die Nationalparkbahn

Prinz Marc als Marionette, bei dem andere die Strippen ziehen: Dieser Wagen befasst sich mit den Gesprächen des Thalfanger Bürgermeisters in einem Kölner Anwaltsbüro.
Prinz Marc als Marionette, bei dem andere die Strippen ziehen: Dieser Wagen befasst sich mit den Gesprächen des Thalfanger Bürgermeisters in einem Kölner Anwaltsbüro. FOTO: Christoph Strouvelle
Thalfang. Lokale Themen und viel Spaß haben die Thalfanger Narren den  zahlreichen Zuschauern am Straßenrand nahegebracht. Von Christoph Strouvelle

Kalt, aber trocken: Bei idealem Fastnachtswetter machen sich in Thalfang 24 Wagen und Fußgruppen auf den Weg durch den Mittelpunktort der Mark. Lokale Themen sind Abrechnungen beim Straßenfest in Thalfang, leere kommunale Kassen, die Piraten zum Entern animieren, und die Nationalparkbahn, die zuverlässig mit Kohle fährt, wenn der „Dieselwahn“ zu Ende geht. Böse gehen einige Narren mit einem selbst gekürten Kölner Dreigestirn um in Person von Prinz Marc (Hüllenkremer), der als Marionette an den Strippen hängt, die von Bauer Ritchi und Jungfrau Reiner gezogen werden. Im Anhänger findet sich in Form von tierischen Ausscheidungen das Ergebnis einer 8508 Euro teuren Reise dreier Kommunalpolitiker zu einem Anwaltsbüro in Köln. Doch auch Fußgruppen, die sich Troll, Wichtel und Zwerg vom höchsten Berg des Landes und des Nationalparks verpflichtet fühlen sowie die Frauen der Gymnastikgruppe Thalfang, die schnell das Geschlecht gewechselt haben und sich als bunte Hähne auf den Umzug begeben haben, veranlassen die Zuschauer am Straßenrand zum Lachen und neugierigen Betrachten. Traditionell begrüßen die Thalfanger auch eine Musikgruppe von Mülheim an der Mosel.

Die Gymnastikgruppe der Sportfreunde Thalfang bringen als bunte Hähne Farbe in den Umzug.
Die Gymnastikgruppe der Sportfreunde Thalfang bringen als bunte Hähne Farbe in den Umzug. FOTO: Christoph Strouvelle
Viele bunte Tiere fühlen sich am Erbeskopf und im Nationalpark wohl.
Viele bunte Tiere fühlen sich am Erbeskopf und im Nationalpark wohl. FOTO: Christoph Strouvelle