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Kommunalreform mit Rückwärtssalto

Kommunalreform mit Rückwärtssalto

Die diesjährige Prunksitzung der Hochwaldgemeinde stand unter dem Motto 11 Jahre Zirkus KC Callida Kell am See. Über 400 Närrinnen und Narren erlebten in der Turn- und Kulturhalle ein bunt gemischtes Programm.

Kell am See. Die ersten Akteure haben es bei Großveranstalten meist am schwersten. So musste sich das Prinzenpaar Karl-Heinz May und Margit Gellner in der Zirkuskulisse mit Gesang und Sprüchen ins Zeug legen, um die närrischen Gäste gleich zu Beginn in eine Anfangsstimmung zu versetzen, was ihnen schließlich auch gelang. Sitzungspräsident Klaus Marx nutzte die Gunst der Stunde, um in seiner Begrüßungsrede Erinnerungen an die Geschehnisse innerhalb der Gemeinde wach werden zu lassen. Der Mönch im Keller See mit dem zwar morschen und dennoch harten Beton war ein Ziel seiner spitzen Zunge. "Das sieht man dann, was man gewinnt, wenn man sich so einen Gutachter nimmt". Auch der Kauf des Seehauses durch den Fronhofbesitzer nahm er zum Anlass für eine Spitze: "Demnächst greifen sie sich das Feriendorf voll. Das findet der Hermann besonders toll." Aber auch Pastor Quirin bekam sein sprichwörtliches Fett weg. "Hier vorne sitzt unser Pastor auf zwei Stühlen. Der soll sich heute hier heimisch fühlen." Dass Marx gerade auf der närrischen Bühne seine Meinung zur Kommunalreform änderte, verwunderte etwas, besonders, als er von "saublöder Kommunalreform" sprach. "Es gibt nichts Schlimmeres auf Erden als in Hermeskeil beerdigt zu werden." Wie er sich das zukünftige politische Gebilde vorstellt, fasste er in einem Reim zusammen. "Wenn wir nicht hier zusammenstehen, wird jeder seinen Weg hin gehen. Doch das ist mir nicht einerlei. Dann ist der Hochwald ganz entzwei." Die Hofgarde mit ihren Leiterinnen Doro Geisen und Clara Reichert animierten mit ihren gekonnten Tänzen das Publikum zu heftigem Beifall. Musik zum Schunkeln brachte in altbewährter Manier der örtliche Musikverein "Concordia". In den Augen der Frauen sind die Männer verantwortlich für allerlei Geschichten, die es verdienen weitererzählt zu werden. Das taten dann auch bei einem Kaffeeklatsch Bärbel Justinger, Bärbel Kläser, Birgit Metzen, Heidi Biwer und Inge Lang, denen das Glück zuteil wurde, dass sie von einem dreifachen Chippendale-Verschnitt (Sascha Biwer. Ralf Metzdorf und Daniel Schneider) Besuch erhielten. hm
Extra

Ich hätte gerne 250 Gramm Leberwurst, aber von der groben fetten, bitte! Da sagt die Verkäuferin: Tut mir Leid, die hat heute Berufsschule. (Sebastian Thielen). In der Nacht hab ich auf meinen Mann gewartet und ihm mit dem Nudelholz eins übergezogen. Als er wieder zu sich kam, sagte ich zu ihm: Tut mir leid Schatz, ich hab ganz vergessen, dass du diese Woche Nachtschicht hast (Heidi Biwer).Extra

Der Elferrat; Funkenmariechen Eva und Katharina Klaeser; Die Lamperter Martin Marx, Albert Mergens, Herbert Lorenz, Norbert Hein und Wolfgang Kirchen, Pastor Kai-Georg Quirin; Sebastian Thielen als Paul Panzer; Reinhard Lorenz als der Zauberer; die Prinzengarde, Leitung Doro Geisen und Franziska Franzen; die Chickendales mit musikalischen Leckerbissen; Kein Wurstwasser-Gesangsgruppe; Showtanz Chicks and roosters; Stimmungsmacher des KV Reinsfeld; Männerballett, Leitung Natja Fatin und Vera Kreußling. hm