Weiberfasnacht der Gääkisch Fraaleit in Nittel 2019

Fastnacht : Nitteler feiern mit Tanz und Humor

Die „Gääkisch Fraaleit“ begeistern ihre närrischen Gäste mit unterhaltsamen wie choreographisch anspruchsvollen Auftritten.

Es sollte ein Abend werden, an dem es tosenden Beifall für eine enttäuschte Nonne und Bewunderung für den Auftritt der Nitteler Showtanztruppe mit ihrer eigenen Choreographie der Herzen geben wird. Doch der Reihe nach.  Gleich zu Beginn begrüßte die bestens gestimmte Narrenschar im vollbesetzten Bürgerhaus das Prinzenpaar Roger I. und Monique I. Die närrischen Neckereien zwischen dem für seine großartige Leitung berühmten Elferrat Renate Lörscher und Gisela Gradwohl und der Abordnung des Karnevalvereins Naischnotz flogen hin und her und schon war die Stimmung großartig.

Das „gääkisch Küken“ Fabienne Beck informierte genervt und in großer Faschingsmanier über ihren Kindergeburtstag, bei dem so manches zwischen unzähligen geladenen Gästen schief ging. Großartiger Nachwuchs!

Nur ganz Verrückte quälen sich, konstatierte Monika Kimmer , die den Sport lieber mit Schnitzel vertauscht. Die Junge Garde (Trainer: Michelle Lörscher und Martina Athen) tanzten sich schwungvoll perfekt in die Herzen der Zuschauer.

Spracherziehung stand im Vordergrund der bügelnden Mutter (Melanie Beck), die vergeblich versuchte, ihrem trotzigen Kind das böse A…Wort auszutreiben. Jessika Willems riss mit ihren kindlichen Unarten das Publikum von den Stühlen.

Schräg und ziemlich lustig: Das „Knieballett“ brachte die Zuschauer zum Lachen. Foto: Walter Valentin

Bürgermeister Peter Hein lockte die Lacher mit seinen treffenden Scherzen. Vicki Sauber und Monique Marques klagten über die Probleme der Wechseljahre und stellten fest, dass die Männer von dieser Klimakatastrophe überhaupt keine Ahnung haben. Das Publikum bestätigte dies mit kräftigen Lachern.

Die mittlere Garde (Trainer Michelle Lörscher, Martina Athen und Julia Altenhofen) zeigte, dass sie auf den musikalischen Punkt genau und mitreißend tanzen können.

Das zauberhafte Knieballett riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Nach einer Schunkelrunde mit dem Publikum erklärte Christl Bingas ihre Probleme mit dem Alter und mit der neuen Technik des Computers und hofft, dass sie auch weiterhin den Kühlschrank ohne Pin-Code öffnen kann.

Nach dem Tanz der großen Garde mit einer tollen eigenen Choreographie scharmünzelte Karl-Heinz Frieden mit dem Elferrat zur Begeisterung des Publikums.

Der Schutzengel von Gisi Tausendschön (Gisela Meyer) weihte die Narren in die Geheimnisse ein, die ihm von Schutzengelkollegen über Prominente zugetragen wurden – und die Narrenschar im Saal applaudierte darüber begeistert. Elke (Wittkowski) mit Gitarre nahm das Dorfgeschehen – vom Seniorenheim über das alte neue Pfarrhaus bis zum Loch im geweihten Weinfass auf die Schippe. Lautstarke Zustimmung aus dem hocherfreuten Publikum. Eine enttäuschte Nonne (Trinni Hoffmann) riss die Gäste im Saal mit ihren treffenden Sätzen zu Beifallsstürmen hin und wurde nach ihrem Kirchenaustritt von drei Patres getröstet. Den glanzvollen Tanz-Höhepunkt setzte die Showtanztruppe mit ihrer eigenen Choreographie der Herzen.

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