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Die Kostümtrends im Karnevalcenter Wittlich (Fotos)

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Kostümtrends zu Fastnacht - Mit Knickerbocker und Schiebermütze (Fotos)

Kostüme aus den 1920er Jahren sind in dieser Session voll im Trend. Was sonst noch angesagt ist, darüber hat sich der Volksfreund im Wittlicher Karnevalcenter schlau gemacht.

Indianer oder Cowboy? Sind die klassischen Fastnachtskostüme eigentlich immer noch im Trend, oder was trägt man an Fasching im Jahr 2020? Der Volksfreund hat sich im Karnevalcenter Wittlich umgeschaut. Dort gibt es eine große Auswahl an Kostümen: Von den neuesten Trends bis hin zu den echten Klassikern, Inhaberin Karoline Mertes ist auf alles vorbereitet. Doch was genau tragen die Jecken dieses Jahr zu Kappensitzungen und Umzügen?

Zwei Trends stehen in diesem Jahr besonders im Fokus: Alles rund um die 1920er-Jahre ist in dieser Session besonders beliebt. Dafür reicht die Auswahl in Wittlich von hochwertigen Charleston Kleidern in vielen Farben bis zu Paperboy-Outfits, also Knickerbocker mit passender Weste und Schiebermütze. Dabei ist vor allem auch das Zubehör immer wichtig, „damit kann man ein fertiges Kostüm immer aufpeppen“, sagt Mertes. Ein anderer Trend dieses Jahr seien Wikinger, das hänge auch mit dem Motto „Wickie und die Drachenzähmerinnen“ der Rosa Sitzung in Trier zusammen.

Aber auch die klassischen Kostüme seien immer noch beliebt, sagt Mertes. Dabei ist es aber wichtig, mit der Zeit zu gehen. Beispielsweise gibt es einige der Indianerkostüme in diesem Jahr in anderen Farb- oder Federkombinationen, die man vorher nicht gesehen hat. Mit der Zeit zu gehen, sei generell sehr wichtig in der Branche, beispielsweise auch mit Blick auf Superheldenkostüme: „Das ist ebenfalls ein Allrounder. Aber da jedes Jahr wieder neue Filme mit beliebten Helden rauskommen, ist es wichtig, die Medien zu beobachten“, erklärt Mertes.

Mertes sagt, dass nicht nur über Karneval Saison ist. Das ganze Jahr über kämen Kunden, um nach Kostümen zu schauen, nur der Anlass unterscheide sich.

Ab April gibt es schon die Neuheiten in der Trachtenabteilung, in der die Kunden eine hochwertige Auswahl an Markendirndl und -lederhosen finden können. Im Herbst gibt es dann auch eine große Auswahl an Halloween-Kostümen, die besonders auch die Amerikaner aus Spangdahlem nach Wittlich locken, erzählt Mertes. Aber auch für etwas ausgefallenere Anlässe gibt es viel zu entdecken: Einige Kunden kommen auch für Mittelalter- und Burgenfeste, für Krimi-Dinner, Mottopartys und Junggesellenabschiede.

Im Sommer gibt es dann schon die Neuheiten für die nächste Session. Das ist besonders für große Gruppen und Karnevalsvereine interessant, denn es komme auch vor, dass es Großbestellungen für 30 bis 50 Leute gibt, erzählt Mertes.

Doch die Hochsaison dafür ist natürlich im Januar und Februar, denn da zieht es die meisten Jecken ins Karnevalcenter. Im Durchschnitt kostet ein Kostüm rund 30 bis 50 Euro, aber es gibt auch Einzelstücke für zehn Euro. Das kostspieligste Kostüm im Stil der 1920er-Jahre ist für rund 70 Euro zu haben. „Jeder findet ein Kostüm passend zu seinem Geldbeutel und zu seinem Geschmack“, erzählt Mertes. Es hänge dabei auch immer mit dem Zubehör und den Accessoires zusammen, was letztendlich für das Kostüm gezahlt werde. Auch dabei ist die Auswahl groß: Ob Perücken, Schminke oder Strumpfhosen: Für jedes Kostüm ist etwas dabei. Und auch die Größen reichen von XS bis 4XL.

Auch Wikinger-Kostüme sind in diesem Jahr sehr beliebt. Foto: Angelina Burch
Foto: Angelina Burch
Inhaberin Karoline Mertes präsentiert die Trends im Karnevalcenter in Wittlich. Foto: Angelina Burch

Seit fast 20 Jahren gibt es das Karnevalcenter in Wittlich. Karoline Mertes hat bis heute den Spaß an ihrer Arbeit nicht verloren: „Jedes Jahr entdecke ich wieder was Neues. Ich finde, man sollte das Brauchtum weiter unterstützen und dafür sorgen, dass die Leute Spaß haben.“ In Wittlich ist der Laden nicht mehr wegzudenken. Viele Stammkunden kommen auch das ganze Jahr über und informieren sich über neue Trends. Für Mertes ist es deshalb wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. „Nach Karneval ist vor Karneval“, sagt sie, und deshalb geht es auch nach den Festtagen schon wieder weiter.