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Die Polizei rät: Karneval feiern, aber narrensicher!

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Die Polizei rät: Karneval feiern, aber narrensicher!

Mit zu viel Alkohol am Steuer erwischt zu werden, kann gravierende Folgen haben – Für „Bob“ gibt es preiswerte oder kostenlose Getränke.

Die fünfte Jahreszeit ist für viele ein Grund, ausgelassen zu feiern und alle Sorgen über Bord zu werfen. Aber: „Das heißt nicht, dass Narrenfreiheit herrscht, insbesondere im Straßenverkehr“, betont Veronika Beringhoff von der Polizeiinspektion Morbach.

Die  Polizei bereitet sich ebenfalls auf die närrischen Tage vor und kontrolliert mit einem größeren Aufgebot an Einsatzkräften verstärkt vor, während und nach karnevalistischen Veranstaltungen. Einen Schwerpunkt setzten die Beamten auf den Konsum von Alkohol und Betäubungsmitteln.

„Bei Alkohol am Steuer hört der Fastnachtsspaß auf. Wer nach dem Alkoholkonsum sein Fahrzeug stehen lässt und mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder nüchternen Bekannten nach Hause fährt, riskiert allenfalls einen Kater, nicht jedoch seinen Führerschein und weitere unangenehme Folgen“, sagt Beringhoff weiter.

Und diese können weitreichend sein: Wer ein Kraftfahrzeug mit einer Alkoholkonzentration von 0,5 bis 1,09 Promille führt, riskiere ein Bußgeld von mindestens 500 Euro, zwei Punkte in Flensburg und mindestens einen Monat Fahrverbot. Ähnliches gelte für den Konsum berauschender Mittel.

Steige die Alkoholkonzentration über 1,1 Prozent, begehe der Fahrer eine Straftat und  müsse mit der Einleitung eines Strafverfahrens, der Entziehung der Fahrerlaubnis, Punkten in Flensburg und einer Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen.

Aber die Polizistin warnt: „Auch bei einem niedrigeren Alkoholwert kann ein Strafverfahren eingeleitet werden, wenn die Polizei Aus- oder Auffallerscheinungen wie zum Beispiel eine verwaschene Aussprache oder einen schwankenden Gang feststellt. Verursacht der Fahrer einen Verkehrsunfall, erwarten ihn die genannten Maßnahmen schon bei dem Nachweis von 0,3 Prozent.“ Für Fahranfänger, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben oder sich noch in der Probezeit von zwei Jahren befinden, bestehe absolutes Alkoholverbot! Bei einem Verstoß gegen die 0,0-Promille-Grenze drohe die Einleitung eines Ordnungswidrigkeitenverfahrens mit einem Bußgeld von 250 Euro sowie einem Punkt in Flensburg.

Beringhoff möchte auf die durch das Polizeipräsidium Trier unterstützte Aktion „Bob – Pick up your friends“ hinweisen. Die Präventionskampagne richtet sich insbesondere an junge Fahrer, um Fahrten unter Alkoholeinfluss zu vermeiden. „Bob“ ist der Fahrer, der nüchtern bleibt und seine Freunde sicher nach Hause fährt.

Dafür erhält er bei Vorlage des gelben „Bob“-Schlüsselanhängers in den teilnehmenden Gaststätten ein oder mehrere vergünstigte oder kostenlose alkoholfreie Getränke. Im Kreis Bernkastel-Wittlich gibt es rund 20 Gaststätten, die an der Aktion teilnehmen.

„Ein großes Steckenpferd vieler Karnevalisten ist das Wagenbauen für die traditionellen Fastnachtsumzüge. Dabei wird immer höher, ausgefallener und bunter gebaut. Doch auch dabei gibt es ein paar Vorschriften zu beachten. Gezogen werden dürfen die Wagen nur von solchen Fahrzeugen, die nicht schneller als 60 Stundenkilometer  fahren können. Zugmaschine und Anhänger benötigen eine Haftpflichtversicherung“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Bewirken die An- oder Umbauten auf dem Anhänger, dass dieser schwerer oder größer ist als in der Betriebserlaubnis vorgeschrieben,  müsse der Anhänger von einem anerkannten Sachverständigen des Tüv geprüft werden. Viele Gemeinden setzen dies mittlerweile für die Teilnahme an deren Umzügen voraus und überprüfen es auch vor Ort.

Der Fahrer des Umzugswagens muss mindestens die Führerscheinklasse L oder T besitzen und mindestens 18 Jahre alt sein. Er darf auf der An- oder Abfahrt zu den Umzügen keine Personen auf dem Anhänger transportieren und maximal 25 Stundenkilometer schnell fahren.

Auch in dem Fall rät die Polizei den Fahrern, gänzlich die Finger vom Alkohol zu lassen: „Sie tragen eine hohe Verantwortung für die Personen auf und neben dem Wagen und sollten klaren Kopf bewahren. Einige Gemeinden machen das Alkoholverbot der Fahrer bereits zur Auflage und schließen alkoholisierte Fahrzeugführer sowie deren Gespanne vom Zug aus.“ Vor Beginn der einzelnen Umzüge sollten sich die Teilnehmer in jedem Fall über die Auflagen der Veranstaltungsgenehmigungen informieren und diese beachten.

Nähere Informationen zur Präventionskampagne „Bob“ gibt es im Internet unter www.bob-trier.de