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Eine Bürgerinitiative für jedes Problem

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Eine Bürgerinitiative für jedes Problem

Bei der ersten Kappensitzung der Wittlicher Narrenzunft Rot-Weiß bekam das Publikum ein gelungenes Programm geboten.

Ein Thema stand bei der ersten Kappensitzung der Wittlicher Narrenzunft Rot-Weiß besonders im Fokus: Die Bürgerinitiativen (BI), die für die Stadt gebraucht werden. Die Bipbail (Heike Hooghoff-Eller und Günnes Eller) nahmen dabei kein Blatt vor den Mund und rechneten mit allem ab, was in Wittlich in den letzten Monaten heiß diskutiert wurde. Vom Neubau des Schwimmbads über das City-Hotel bis hin zum geplanten KFC, die beiden ließen nichts aus. Auch die BI für einen Ortsbeirat für die Innenstadt wurde diskutiert. Auf den Einwand „Aber wir haben doch einen Stadtrat“ folgte nur die Antwort „Eben drum“.

Aber nicht nur mit regionalen Themen wurde abgerechnet: Dä Klabautermann (Hermann „Till“ Barzen) verteilte seine Hobel an die politischen Problemkinder. So ging der bronzene Hobel nach London an den Brexit, der silberne nach Washington zu Trump und der goldene nach Berlin zur SPD.

Ein weiteres Highlight war der erste Auftritt der neuen Gruppe des Männerballetts, die sich unter dem Namen „Beerstreet Boys“ zusammengeschlossen hat. Als die Gruppe von zehn jungen Männern im Bauarbeiter-Outfit auf die Bühne stürmte, brachte das die volle Halle zum Beben. Aber natürlich wussten auch die Garden mit ihren tänzerischen Leistungen zu begeistern. Die kleine und die Jugend-Garde machten es in der ersten Hälfte  vor, und die zweite Hälfte wurde dann von der großen Garde Schääl-Saidt eingeleitet.

„Von Anfang an dabei“, so kündigte Sitzungsleiter Günnes Eller einen weiteren stimmungsvollen Akt an. Als die Lerche aus dem Liesertal (Ursula Komes) mit ihrem Mix aus Karnevalsklassikern loslegte, brachte sie jeden im Saal zum Mitsingen und Schunkeln und hatte ihr Publikum im Griff.

Auch die Schulmeisterin (Konstanze Petry) wusste die Jecken zu begeistern und plauderte aus dem Nähkästchen. Bei der Klassenfahrt nach Amsterdam konnte sie „den Schauplatz der größten vorstellbaren Dramen“ erleben: das Mädchenzimmer oder besser gesagt der Beauty Palace, in dem mindestens eine Schülerin immer unmittelbar davor war abzureisen. Und wenn sie dann mal noch Unterricht bis zur dritten Stunde hat, sind das eindeutige Anzeichen für einen Burn-Out. „Es wird dringend Zeit für eine Auszeit. Da kommt mir die Schwangerschaft gerade recht.“

Bei der Stimmung im Jugendheim St. Bernhard gab es keinen Zweifel daran, dass die erste Kappensitzung der Session ein voller Erfolg war. Auch Bürgermeister Joachim Rodenkirch war begeistert: „Ich finde es toll und beeindruckend, dass schon bei der ersten Sitzung der Saal voll ist und so ein qualitativ hochwertiges Programm geboten wird.“

Alle Teilnehmer: Sitzungsleiter: Günnes Eller; Elferrat; Die kleine und die Jugend-Garde Schääl-Saidt (Trainerin: Alexandra Merz); Karlchen von der Hasenmühle (Jürgen Vellen); Das singende Elferrätschi (Klaus „Stibby“ Stirn); Eine Schulmeisterin (Konstanze Petry); Beerstreet-Boys (Trainerin: Sarah Klein); Die Lerche aus dem Liesertal (Ursula Komes); Die Bipbail (Heike Hooghoff-Eller, Günnes Eller); Die große Garde der Schääl-Saidt (Trainerin: Alexandra Merz); Showtanzgruppe Mixterys (Trainerinnen: Michelle Anders, Lucienne Michels); Dä Klabautermann (Hermann „Till“ Barzen); Die Altstadtsänger (Texte: Rene Pschierer, Begleitung: Teo Turina); Zwei Engel (Matthias Becker, Justus Becker); Änen von da Poss (Marc Teusch).
Weitere Termine: 2. Kappensitzung am 15. Februar, 3. Kappensitzung 22. Februar, Fastnachtsumzug  23.
Februar.