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Närrischer Streit um den Vorstadt-Kreisel

Närrischer Streit um den Vorstadt-Kreisel

Vor mehr als 400 Gästen von 20 befreundeten Vereinen hat der Schweicher Karneval-Verein sein neues Prinzenpaar inthronisiert. Gardetänze und kölsche Stimmungsmusik umrahmten die Veranstaltung.

Schweich. Kaum in Amt und Würden haben die närrischen Regenten schon etliche verdiente Karnevalisten mit Orden ausgezeichnet. Doch in den kommenden Wochen wollen Oliver I. und Doris II. vor allem Spaß garantieren. An Fastnacht gelte es, "die Sorgen ein wenig zu vergessen und den Frohsinn zu genießen", versprachen sie.
Traum geht in Erfüllung


Für Prinz Oliver erfüllte sich mit der Inthronisation ein jahrelang gehegter Traum. Er habe schon immer Karnevalsprinz von Schweich sein wollen, gestand er ein. Gleichzeitig nutzte er die Chance, bei seiner Liebsten zu punkten: "Bei so einer bezaubernden Prinzessin" würde wohl jeder gern Prinz sein.
Die Neuigkeiten aus Stadt und Land nahm in professioneller Manier Geschäftsführer Michael Porten aufs Korn. Eine tolle Errungenschaft sei der neue "Schweicher Kreisel", der sowohl nach Trier als auch in die "Vorstadt, nach Issel" führe.
Rot-Weiß statt Grün-Weiß


Diese Sicht der Dinge wurde von den Freunden des Isseler Cultur Vereins - darunter das Prinzenpaar Sven I. und Anke I. - aber prompt korrigiert: Da sich der Kreisel in den Farben Rot-Weiß präsentiere und nicht im Schweicher Grün-Weiß, sei es eindeutig ein Isseler Kreisel, sagte Issels Ortsvorsteher Kurt Heinz.
Applaus statt närrisches Contra erntete Porten für seine Prognose, das Schweicher Freibad werde wohl im September 2013 wieder öffnen: "Im vorigen Sommer war es zwar zu - doch von einer Baustelle war nichts zu sehen."
Zu Ehren der neuen Regenten und ihrer prunkvoll verabschiedeten Vorgänger zeigten Garden und Solotänzer des Vereins (siehe Extra) ihr Können. Die von einem engagierten vierköpfigen Trainer-Team ausgebildeten Tanzgruppen sind ein wichtiges Standbein des Schweicher Karneval-Vereins.
Als Stimmungsgarant erwies sich zudem die Vier-Mann-Band "Echte Freunde". Die Gruppe aus Kenn heizte den rund 420 Besuchern in der Bodenländchenhalle mit kölschen Gassenhauern tüchtig ein - ganz im Sinne des Mottos der Session "Eins, zwei drei, feier mit und sei dabei!" Durch das Programm führte als Sitzungspräsident Michael Wilke, erstmals nicht mehr nur als "Gehilfe" von Vorgänger Hans-Jörg Wagner. Dieser hielt nach sieben Jahren seine Abschiedsrede.
Anschließend wurde bis in den frühen Morgen gefeiert. "Im Sommer wäre es schon hell gewesen", kommentierte Porten. urs

Extra

Aktive: Stadtprinzenpaar Oliver I. (Kimmlingen) und Doris II. (Becker) sowie Elferrat, "Goldstücke" und Vorstand. Tanzgruppen: Bambini, Kindergarde, Jugendgarde, Prinzengarde, Juniorenshowtanzgruppe "Die Nacht der Puppen", Showtanzgruppe "Nur mal kurz die Welt retten". Kinder-Solomariechen: Luisa Dany, Juniorentanzpaar: Jara Trampert, Duncan Scholer, Junioren-Solomariechen: Laura Lamberti, Tanzpaar : Wiebke Harrenberg, Julian Porten, Solomariechen : Katja Zander. Trainier-Team: Marika Klassen, Katja Zander, Dagmar Scholer, Alexandra Herbertz, unterstützt von vielen ehrenamtlichen Betreuern. In der Bütt: Michael Porten sowie "Abschiedsrede" des früheren Sitzungspräsidenten Hans-Jörg Wagner. Weitere Termine: Galasitzung am Fastnachtssamstag, 9. Februar, ab 20.11 Uhr, Kinderkarneval am Weiberdonnerstag, 7. Februar, ab 15 Uhr und Rosenmontagszug am 11. Februar ab 14.11 Uhr. urs