Von wegen Wetter: Schweicher Narren tricksen Petrus aus

Schweich : Von wegen Wetter: Schweicher Narren tricksen Petrus aus (Fotos)

Tausende Aktive und ihre Zuschauer  haben am Rosenmontag auf den Schweicher Straßen die närrische Post abgehen lassen.

  Weltuntergangswetter angesagt, Fragezeichen allerorts über den Rosenmontagszügen, doch es kann auch  anders kommen: Dem  Schweicher Karnevalsverein (SKV) ist es gelungen, per Spätstart den in diesem Jahr grollenden Petrus auszutricksen und Teile des Rosenmontagszuges sogar in den hellen Sonnenschein zu verlegen. Unter dem Motto „SKV – Das sind wir“ schicken um 15.11 Uhr die Schweicher Tollitäten Prinz Rüdiger I. und Claudia I. ihr närrisches Volk auf die Reise. Unterstützt werden die Schweicher von befreundeten Narren aus den Nachbarorten und aus dem Stadtteil Issel. Wobei die Isseler erneut mit ihrem überbreit geratenen Senatorenwagen im engen Alt-Schweich für (Durchfahrts-)Furore sorgen.

Rund 60 Gruppen, zu Fuß oder mit teils imposanten Wagen, schlängeln sich durch die Gassen. Die schon bekannten Piraten von der KG „Immervoll – dem Fluch der Mittelmosel“ sind ebenso dabei wie das Ordnungsamt Riol mit Dienstwagen und Bußgeldaushang: Je fünf Euro werden da fällig für „Bier verkippt“, „Feller Wein konsumiert“, „Radler getrunken“ oder „Schwachtrinker“. Etwas später  verspricht ein ARM Recyclingbetrieb Moseltal mit riesigem Müllwagen, der auch noch qualmt, Sauberkeit auf allen Straßen. Slogan: „We kehr for you“. Mit einem feuerspeienden Vesuv – er speit und qualmt wirklich – rücken die Pompeianer an, wobei die Pferde der Begleiteskorte zwar die Originalgröße haben, aber ansonsten reichlich plüschig wirken.

Die Schweicher Tollitäten Prinz Rüdiger I. und Claudia I. nehmen ihr Volk mit auf eine närrische Reise. Foto: Friedhelm Knopp

 Artistische Einlagen präsentiert ein Wasserskiteam, wobei man aber mitsamt Boot auf dem Trockenen bleibt. Das Motto hier: „Don‘t worry, Ski happy!“. Die Bilanz des närrischen Rosenmontagszuges: Die Schweicher haben diesmal mit dem Wetter noch mehr Glück als die Isseler am Vortag. Das gab es bisher noch nicht – oder doch? Eigentlich Stoff für einen Forschungsauftrag an einen Historiker.

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