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Hotzenplotz räubert und Wasti sieht zu

Hotzenplotz räubert und Wasti sieht zu

Welche Funktion hat ein bunt leuchtender Weihnachtsbaum in der Geschichte vom Räuber Hotzenplotz? Das erfahren die Besucher des Weihnachtsmärchens der Karnevalsgesellschaft (KG) Trier-Süd bei der Premiere am Sonntag, 4. Dezember, in der Festhalle am Bach in Süden Triers.

Trier. Jemand hämmert schwer an eine Gefängnistür. Es ist der Räuber Hotzenplotz. Er ist eingesperrt, aber diesmal ist er unschuldig, was er lautstark beteuert. Allein, die Großmutter, Witwe Schlotterbeck und der Polizist glauben ihm nicht.
Im Saal der Karnevalsgesellschaft Trier-Süd wird geprobt - nach Dornröschen im vergangenen Jahr steht der dritte Teil der "Hotzenplotz"-Erzählungen auf dem Spielplan. Seit Ende der Sommerferien treffen sich die sieben überwiegend jungen Akteure und proben das Märchen unter der Leitung des Regisseur-Teams Sabrina Juchems und Gerhard Franzen. Beide schlüpfen in die Rollen von Großmutter und Hotzenplotz. Das Team sucht die Stücke gemeinsam aus, die die KG Trier-Süd zur Weihnachtszeit spielt. Die Kinder und Jugendlichen werden aus der Karnevalsgarde rekrutiert. Gardemädchen Mara-Lou Behr, 9 Jahre, zum Beispiel kam durch eine Freundin dazu, beim Theaterstück mitzumachen. Sie spielt eine Doppelrolle: Hund Wasti und das Krokodil. Sie hat so viel Spaß daran, dass sie im nächsten Jahr eine größere Rolle übernehmen will.
Nils Berg (16) reizt an seiner Rolle des Polizisten Dimpfelmoser, dass der ein "Quatschkopf und Besserwisser" ist und sich lächerlich macht. Mit einem Augenzwinkern deutet er an, dass in der Rolle auch ein wenig von ihm selber steckt.
Textlich und von der Herausforderung her sind die Rollen alle etwa gleich gewichtet, wie Gerhard Franzen betont. Hauptsache, die Darsteller sind mit großer Begeisterung dabei. Dass der Funke aufs Publikum überspringt, hoffen sie sehr, denn die Zuschauer sollen in das Stück einbezogen werden.
Die beiden Regisseure betonen, dass in dieser Jahreszeit für den Verein Harmonie und Versöhnlichkeit an erster Stelle stehen. Dies gilt nicht nur für den Ausgang des Stückes - dazu gehört auch, dass am Ende der Aufführung Nikolaus Geschenke verteilen wird. Und anders als im Originaltext spielt ein bunt leuchtender Weihnachtsbaum eine Rolle. Wer wissen will, welche, muss am Sonntag in die Premiere gehen.Extra

Das Weihnachtsmärchen "Räuber Hotzenplotz" der Karnevals- und Theatergesellschaft Trier-Süd 1923 wird in der Festhalle am Bach in Trier-Süd aufgeführt. Termine: 4., 11. und 18. Dezember, jeweils 14.30 Uhr: Eintritt: 5 Euro. Vorverkauf: Lotto Presse Shop, Saarstr. 76; Schreibwaren Vogtel, Rotbachstraße; Schreibwaren Schmotz, Matthiasstraße. mith