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Fastnacht: Quant’ Klima im Mattheiser Wunderland

Kostenpflichtiger Inhalt: Fastnacht : Quant’ Klima im Mattheiser Wunderland

Alice aus Mattheis, Kaninchen Greta und ein Klimaleugner, dessen Frau freitags jetzt immer einen gemütlichen Tag hat: Die Narren haben bei den Kappensitzungen im ausverkauften Pfarrzentrum in Trier-Süd ausgelassen gefeiert.

„Quant, mir sin quant, dat hammer längst erkannt. Bald siehn dat och die annern so und sinn mit den Mattheisern froh“ – so schallt es mit den „Anheizern“ durch das ausverkaufte Pfarrzentrum in Trier-Süd. Unter dem Motto „Unser Klima, dat is quant im Mat­theiser Wunderland“ haben die Mattheiser Narren ihre beiden Kappensitzungen gefeiert.

Bei ihrem Debüt auf der Narrenbühne präsentiert sich die „Mat­theiser Spätlese“ (Seniorenchor) mit blonden Perücken samt Sonnenbrillen und singt alte Schlager des Sängers Heino unter der Leitung von Jutta Thommes.

Die Bischöfe Eucharius und Valerius berichten über Erlebnisse auf ihrem Weg durch Trier-Süd: Sechs Jahre lang suchen sie ihren Mitbruder Maternus, bis sie erfahren, dass dieser sie schon lange im Himmel erwartet. So können sie sich endlich wieder in ihrer Gruft zur Ruhe legen.

Ein Garant für musikalische Unterhaltung vom Feinsten sind laut den Veranstaltern wie jedes Jahr „The Valerians“. Die Musiker der Familie Schaffrath begleiten die gesamte Sitzung, spielen Tuschs und Schunkellieder und anschließend bis in die Frühe zum Tanz.

Die Jugend präsentiert „Alice aus Mattheis“, welche dem weißen Kaninchen Greta ins Wunderland folgt. Dort treffen sie die böse Königin, die Donald Trump zum Verwechseln ähnlich sieht. Als die Uhr bereits fünf vor zwölf schlägt, wird Greta immer ungehaltener und die völlig entspannte Grinsekatze empfiehlt die Rückkehr zum guten Mat­theiser Klima.

Das Duo Circle Lights gibt eine perfekte Vorstellung mit Leuchtobjekten, bei der dem begeisterten Publikum mehr als ein Licht aufgeht.

Eine Büttenrede der Extra-Klasse hält laut der Pfarrei der Klimaleugner Edgar Berg. „Fridays for Future“ findet er nur gut, weil seine Frau als Lehrerin jetzt freitags immer einen gemütlichen Tag hat. Bei seinen abstrusen Statements zur Lage der Welt reagiert das Publikum manchmal erst nachdenklich, bevor es dem Redner begeisterten Applaus spendet.

Katja Ebstein, alias Liesel Kiemen, eröffnet den zweiten Teil der Kappensitzung mit ihrer Karaoke-Nummer „Wunder gibt es immer wieder“.

Die Enten vom Oldie-Disco-Team geben ein Schattenspiel: Sie wollten am Mattheiser Weiher „nur mal kurz die Welt retten“ und zeigen dabei die Hauptamtlichen der Pfarrei in Aktion. Über jede erfolgreiche Beseitigung diverser Missstände freut sich das Entlein Greta und hüpft fröhlich über die Bühne.

Seit Jahren eine feste Größe bei den Mattheisern: Ein perfekter Auftritt des Chaosteams und spritziger denn je. Trainerin Marion Silano konnte den Erfolg erst bei der zweiten Sitzung in ihrer Funktion als Trierer Stadtprinzessin erleben.

Wie andere große Künstler zaubert Toapert Johannes Mock seine „Best of“ von 14 Jahren aus einer großen Wundertüte. Mit unvergleichlicher Wortakrobatik strapaziert er die Lachmuskeln des Publikums und erhält laute Zugaberufe.

Regionale Stimmungshits – Bloasmusik – interpretieren Florian Mock und David Schaffrath. Besonders Davids Saxofon-Soli rufen Begeisterungsstürme im Publikum hervor.

Beim Finale wurde den Aktiven auf und hinter der Bühne gedankt. Besonderen Dank sprach Edgar Berg der Sitzungspräsidentin Moni Maringer aus, die souverän und mit Esprit durchs Programm führte. Mattheis Helau!