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Weiberfastnacht und Rosenmontag 2020 in Trier und dem Umland

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Weiberfastnacht und Rosenmontag 2020 - Trier ist vorbereitet

„Die tollen Tage können kommen“, sagen Polizei, Stadt Trier und die Narrenfunktionäre. Sie haben wieder ein Sicherheitskonzept erarbeitet, das entspanntes Feiern ermöglichen soll. Ob das Wetter da mitspielt, ist allerdings ungewiss.

Karneval und erstmals Winterferien – diese Kombination löste vor Jahresfrist bei den Trierer Narrenfunktionären Befürchtungen aus. Doch die erwiesen sich als unbegründet. Von Publikums- und Stimmungsmangel an Weiberfastnacht und Rosenmontag keine Spur. „Deshalb glaube ich auch nicht, dass in diesem Jahr der Straßenkarneval unter den Ferien leidet“, sagt Andreas Peters (54), Präsident der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval (ATK), der auch Vereine aus Waldrach, Igel und Konz angehören. „Vorausgesetzt natürlich, das Wetter spielt mit.“ Die Prognose bietet jedoch wenig Anlass zu Heiterkeit. An Weiberfastnacht (20. Februar) liegt die Regenwahrscheinlichkeit bei 90 Prozent.

Peters’ Hoffnung: „Der Charme unseres Prinzenpaares Harald III. und Marion II.“ Denn traditionsgemäß werden sich die Tollitäten nach der Proklamation am Donnerstag (11.11 Uhr, Hauptmarkt) per Feuerwehr-Drehleiter in luftige Höhe begeben und die Brunnenfigur von Stadtpatron Petrus mit Orden und Blumenstrauß schmücken. Zweck des Rituals: Feiertaugliches Wetter an den tollen Tagen bewirken. „Meistens klappt’s ja“, meint der ATK-Chef.

Wetter ungewiss, aber alles klar in Sachen Sicherheitsmaßnahmen. „Wir sehen uns für alle Fälle gewappnet“, erklärt Karl-Peter Jochem (58), Sprecher des Polizeipräsidiums Trier. „Wir haben mit der Stadt und der ATK „ein ganzes Bündel von Maßnahmen abgesprochen, damit die Feiern unbeschwert, bunt und fröhlich ablaufen können“. Ein Aspekt: verstärkter Aufklärungseinsatz von uniformierten und zivilen Polizeibeamten, „um Gefahren und negative Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und diesen offensiv und präventiv zu begegnen“. Jugendschutzkontrollen sollen schon frühzeitig stattfinden, etwa am Hauptbahnhof und mit Unterstützung von Jugendamt und Bundespolizei. Im Palais Walderdorff (Domfreihof) wird wie 2019 eine Anlauf- und Aufnahmestelle für alkoholisierte Minderjährige eingerichtet, die dort von Mitarbeitern des Jugendamtes betreut werden.

Erneut setzt die Polizei auf Videoüberwachung an neuralgischen Punkten. Am Donnerstag steht der Hauptmarkt im Fokus der Überwachung, am Rosenmontag zudem der Vorplatz der Arena (Endpunkt des Umzugs). Ziel: knifflige Entwicklungen frühzeitig erkennen, um Eskalationen vorzubeugen. Mehr Infos zur Videoüberwachung online unter.

Darüber hinaus gelten die inzwischen üblichen Sicherheitsvorkehrungen vom Glasverbot auf dem Hauptmarkt an Weiberfastnacht bis hin zum Aufstellen von Hindernissen.

„Rund 250 Polizisten werden alleine bei den Großveranstaltungen an Weiberfastnacht und Rosenmontag in Trier im Einsatz sein“, kündigt Präsidiumssprecher Jochem an.

Die Proklamationsfeier am Donnerstag auf dem Hauptmarkt dauert von 11 bis 16 Uhr. Livemusik kommt von den Bands Kölsche Jung, Leiendecker-Bloas, de Hofnarren und de Schouuten; außerdem dabei: DJane Rent a Sunshine (Sonja Storz) und Partyalarm featuring CaNo und Franco Piccolini.

Weitere große Weiberfastnachtsfeten steigen anschließend in der Aula des Berufsschulzentrums, im Casino am Kornmarkt und bei der KG Heuschreck in der Europahalle.

Der Rosenmontagszug (Start 12.11 Uhr in St. Matthias; Trier-Süd) könnte in diesem Jahr etwas größer ausfallen. So sind einige Gruppen ganz neu dabei, darunter das Kleine Volkstheater Trier und die Stadtratsfraktion der Grünen. „Für kurzentschlossene Teilnehmer haben wir immer noch Plätze frei“, sagt ATK-Zugleiter Thomas Knopp (55).

Infos und Formulare online:

www.atk-trier.de

An den närrischen Tagen vom 21. bis zum 25. Februar sind einige Fahrplanänderungen und Umleitungen zu berücksichtigen. Informationen dazu auf Seite 10.