Wissenswertes zur Fastnacht : Narhallamarsch

Der Narrhallamarsch (eine Wortschöpfung aus „Narr“ und „Walhalla“) ist das vielleicht berühmteste Musikstück des Faschings überhaupt. Seine Heimat hat der Marsch, der in unzähligen Karnevalssitzungen gespielt wird, in der Mainzer Fastnacht.Der geistige Urheber des 1844 erstmals aufgeführten Narrhallamarschs war der Regiments-Kapellmeister Karl Zulehner.

Zulehner kam aus Österreich, war aber Mitglied des 1838 gegründeten „Mainzer Carneval-Vereins“. Die Originalmusik, die Zulehner lediglich neu arrangierte, stammte aus der Oper „Der Brauer von Preston“ des französischen Komponisten Adolphe Adam.
Es ist übrigens kein Zufall, dass ein Marsch eine solch hohe Bedeutung im Karnaval erlangen konnte: Vor allem im 19. Jahrhundert, in dem viele der heutigen Traditionen ihren Anfang nahmen, hatten die Karnevalisten ein hohes Bedürfnis, militärische Bräuche aufzugreifen und zu verulken. Dies gilt auch für die Gardetänze, die ebenfalls militärisches Zeremoniell widerspiegeln.