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Firmvorbereitung im Internet

Firmvorbereitung im Internet

Eigene Firmgruppen auf Facebook und Wer-kennt-wen, Informationen nur noch per E-Mail - sieht so die Zukunft der Firmvorbereitung aus? Ein Workshop hat sich während der Heilig-Rock-Tage mit dem Thema Firmung und Internet beschäftigt.

Trier. (hsc) "Wir müssen die Jugendlichen dort abholen, wo sie stehen", macht Schwester Kerstin-Marie Berretz, Novizin bei den Arenberger Dominikanerinnen, zu Beginn des Vortrags "Firmung auf Facebook" deutlich. Thema: Wie man die Jugendlichen in der Firmvorbereitung besser erreichen? Insgesamt rund 30 Teilnehmer, darunter Katecheten, Gemeindereferenten und zwei Mönche aus der Abtei Himmerod sind gekommen.

Schwester Kerstin-Marie selbst hat einen eigenen Blog im Internet, ist viel im Internet unterwegs und liebt an dem Portal Facebook vor allem die großen Vernetzungsmöglichkeiten. Damit ist sie vielen der Vortrags-Besucher ein gutes Stück voraus. "Wir haben uns gerade gefragt, was dieses Facebook ist", wirft Bruder Nathanael in die Runde. Und auch wenn die meisten über Netzwerke Bescheid wissen, für die Firmvorbereitung haben sie bisher die wenigsten genutzt.

"Man muss überlegen, wo will ich mit der Firmung hin, was sollen die Jugendlichen erleben", erläutert die Schwester. Denn durch das Internet könne man mit den Jugendlichen gemeinsam Dinge erleben oder anschauen, die sie sonst nicht sehen könnten. Außerdem könne sie sich über Foren im Internet bei den Jugendlichen besser präsent halten. "Ich muss die Orte nutzen, wo die Jugendlichen sowieso schon sind." Ansonsten könne man sie nicht erreichen.

Aus den Reihen der Teilnehmer kommen auch Gegenargumente. "Die gemeinsame Erfahrung bleibt auf der Strecke", sagt ein Jugendlicher, der in diesem Jahr gefirmt wird. Es gebe im Internet nur noch eine reine Vernetzung, aber keine Gemeinschaft mehr. Insgesamt stieß die Informationsveranstaltung aber auf offene Ohren. "Ich habe viele Informationen bekommen", berichtet Wilma Ney. Diese Kommunikationsform zu nutzen, könne die Arbeit wirklich erleichtern. Zum Abschluss betont Schwester Kerstin-Marie jedoch, dass auch das Internet kein Allheilmittel sei. "Es kann die persönliche Begegnung nicht ersetzen."