Planen statt schleppen Tipps für den Urlaub - Handgepäck schlau packen

Dicke Koffer am Flughafen kosten Zeit, Geld und Nerven. Deutlich angenehmer fliegen Reisende, die nur auf ihr Handgepäck angewiesen sind. Wir zeigen, wie sie unnötigen Ballast im Urlaubsgepäck vermeiden.

Symbolfoto

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Foto: CosmosDirekt / Adobe Stock/CosmosDirekt

Bei kaum etwas trifft die Redewendung „weniger ist mehr“ besser zu als beim Urlaubsgepäck. Vor allem wer mit der Bahn oder dem Flugzeug unterwegs ist, sollte sich auf das Mindeste beschränken. Wer im Flieger auf den großen Koffer verzichtet und nur mit Handgepäck reist, spart auch gutes Geld bei der Reise. Wir haben ein paar einfache Tricks für Sie zusammengestellt, um sich beim Packen auf das Wichtigste zu konzentrieren.

Outfits vorher planen

Den meisten Platz im Gepäck nimmt in der Regel die Kleidung ein. Dabei sollte man sich jedoch gut überlegen, was alles mit muss. Um unnötige Kleidung, die man im Urlaub eventuell eh nicht anzieht, zu vermeiden, sollte man seine Outfits schon beim Packen im Voraus planen. Dabei hilft es Kleidungsstücke zu wählen, die untereinander gut kombinierbar sind und farblich zueinander passen. Kleidungsstücke und unbequemere Schuhe, die man im Alltag schon selten anzieht, sollten lieber zu Hause bleiben. Auch Outfits, die nur für einen einzigen Anlass eingepackt werden, kann man kritisch hinterfragen. Bei der Planung bietet sich eine Checkliste an.

Bei längeren Reisen sollte man immer im Kopf behalten, dass auch im Urlaub Kleidung gewaschen werden kann. Gerade bei Unterwäsche lässt sich so die benötigte Menge reduzieren.

So viel wie möglich am Körper tragen

Mit wie vielen Jacken am Körper man den Flieger besteigt, ist einem in der Regel selbst überlassen. Die dicksten Jacken und Schuhe sollte man daher immer anhaben, wenn man fliegt. So spart man am effektivsten Platz und Gewicht und kann auch noch weitere Utensilien in den Jackentaschen verstauen. Schöner Nebeneffekt: Die oft sehr kühle Klimatisierung im Flugzeug sorgt dann auch nicht mehr fürs große Frösteln.

Auf multifunktionales Gepäck setzen

Ein Schal, der abends warm über die Beine gelegt werden kann oder als Picknickdecke dient. Ein Smartphone, das Fotoapparat, Karte, Reiseführer und Übersetzer in einem beinhaltet. Schuhe, die für den Städtetrip genauso geeignet sind, wie für längere Wanderstrecken. Ein E-Reader statt mehreren Büchern. Je mehr Aufgaben ein Gepäckstück erfüllen kann, desto öfter können andere Sachen zu Hause gelassen werden. Gepäckstücke, die nur für eine ganz besondere Situation geeignet sind, sollten eher nicht eingepackt werden.

Drogerieartikel und Handtücher zu Hause lassen

Große Shampoo-Flaschen und Haarspray haben im Gepäck nicht viel zu suchen. Zum einen ist die Menge an Flüssigkeiten, die man im Flieger mitnimmt, sehr begrenzt: Einen Liter Flüssigkeit aufgeteilt auf 100 ml Behältnisse darf man im Flieger einpacken. Um überladene Kulturbeutel zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man versorgt sich vor Ort mit den entsprechenden Produkten. Die meisten Hotels bieten kostenloses Shampoo und Seife an. Auf Nachfrage bekommt man meist auch Zahnbürsten und Zahnpasta.

Oder man nimmt seine gewohnten Pflegeprodukte als kleinere Reisetuben mit. Die nehmen weniger Platz weg und sprengen nicht das Flüssigkeiten-Limit im Flieger. Auch feste Shampoos und Seifen können eine Alternative sein, da diese zudem auch nicht im Koffer auslaufen können.

Auch sollte man sich vorher immer informieren, ob Handtücher, Badetücher und ein Föhn in der Unterkunft vorhanden sind. So lässt sich im Gepäck massiv Platz sparen.

Gepäck so dicht wie möglich packen

Auch wie das Gepäck eingepackt ist, kann einen großen Unterschied machen. Kleidungsstücke können beispielsweise eingerollt werden, was auch verhindert, dass die Sachen knittern. Kleidungstücke mit dünnen Stoffen nehmen generell weniger Platz weg, als dicke Wollkleidung. Socken und Unterwäsche sind perfekt, um Lücken zu stopfen. Wer zusätzliche Schuhe im Gepäck hat, kann diese mit Socken stopfen.

Es kann sich auch lohnen, Kleidung und andere Gegenstände in Tüten oder Vakuumbeutel zu verpacken und so eng wie möglich zu verschließen. Wer den Koffer scheinbar überfüllt und dann beim Verschließen zusammenpresst, drückt unnötige Luft aus der Kleidung. Je weniger Luft am Ende im Gepäck ist, desto besser.

Packen ohne Stress

Jede Planung leidet unter Zeitdruck. Deswegen sollte man sich genügend Zeit für sein Gepäck nehmen. Eine Checkliste lohnt sich schon Tage im Voraus, um etwaige Sachen noch vorher besorgen zu können oder die Liste noch zu optimieren. In jeden Fall sollte das Gepäck nicht auf den letzten Drücker gepackt werden, da sonst Sachen unnötiger Weise im Koffer landen oder vielleicht sogar vergessen werden.