TV-Sommertipps zu kühlen Ausflugstipps an heißen Tagen.

Serie Volksfreund-Sommertipps : Ausflüge an heißen Tagen - Angenehm kühl und extrem spannend

Abkühlung dringend gesucht: Was tun wenn’s draußen richtig heiß ist? Im letzten Teil unserer Sommerserie geben wir Tipps, wo sich angenehme Temperaturen mit Unterhaltung verbinden lassen.

In den heißen Sommermonaten zieht es die Menschen zu Seen, in Schwimmbäder und unter schattenspendende Bäume, um sich Abkühlung zu verschaffen. Doch nicht nur Gewässer bieten Entspannung in der heißen Zeit. So gibt es in der Eifel das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen und die Birresborner Eishöhlen. Im Kreis Trier-Saarburg lädt das Besucherbergwerk Fell zu einer kühlen Erfrischung ein. Und davon abgesehen bieten die zahlreichen Museen in Trier sowohl Abkühlung als auch ein spannendes Angebot.

Das Besucherbergwerk Mühlenberger Stollen in Bleialf gibt es seit 1986/1987. Dort wurde von 1839 bis 1852 Bleierzbergbau betrieben. Es wurde durch die Ortsgemeinde in Zusammenarbeit mit dem Bergmannsverein St. Barbara Bleialf und dem geologischen Institut der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen eröffnet. Der erste befahrbare Stollenabschnitt wurde bereits im Eröffnungsjahr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die anderen Stollen und Schächte sind für Besucher allerdings nicht zugänglich, da sie entweder verschlossen oder verfüllt sind. Die wenigen offenen Stellen wurden zu einem Lehr- und Wanderpfad verbunden.

Wer hier Abkühlung und spannende Einblicke sucht, muss die passende Ausrüstung tragen. Entsprechende Kleidung, ein Helm und eine Leuchte sind Pflicht für die Besucher. Die Führung beginnt am sogenannten Mundloch des Stollens. Über das Einstiegsbauwerk wird der Stollen dann befahren. Die Führungen werden von Mitgliedern des Bergmannsverein St. Barbara Bleialf organisiert. Neben der Führung gibt es im Vereinslokal des Bergmannsvereins in der Auwer Straße auch Literatur, die die Geschichte des Bergwerks lebendig werden lässt.

Öffnungszeiten: Von Mai bis Oktober nur an Wochenenden von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Eintrittspreise: Erwachsene fünf Euro, Jugendliche (sechs bis 14 Jahre): 2,50 Euro

www.besucherbergwerk.bleialf.org

Die Birresborner Eishöhlen klingen in den Ohren von hitzegeplagten Menschen wohl sehr verlockend. Seit Jahrhunderten wurden diese Höhlen als Eislager genutzt. Dort liegen die Temperaturen im Sommer nicht höher als sieben Grad. Das ist möglich, weil die Höhlen nur einen Eingang haben und der Boden bergeinwärts abfällt. So kann im Winter die kalte Luft eindringen, aber nicht mehr hinausfließen. Warme Luft dringt in die Höhlen nicht ein, denn sie ist leichter als kalte Luft und kann die Kälte nicht verdrängen.

Die Höhlen waren einst für den Abbau von Mühlsteinen genutzt worden. Diese Mühlsteine wurden landesweit zum Zermahlen von Eichenrinde genutzt. Heutzutage dienen die Höhlen den Fledermäusen als Winterquartier. In den Eishöhlen kann man auch im Sommer kunstvolle Eiszapfen bewundern. Seit 1938 stehen die Höhlen unter Denkmalschutz. Im Zweiten Weltkrieg nutzten die Birresborner die Höhlen als Versteck.

Besucher sollten feste Schuhe, einen Helm und eine Taschenlampe mitbringen. Vom Bahnhof in Birresborn braucht man eine halbe Stunde bis zu den Höhlen. Eine Anmeldung ist erforderlich, weil es nur eine begrenzte Teilnehmerzahl gibt.

Öffnungszeiten: Von April bis Oktober (wegen der Überwinterung der Fledermäuse). Die öffentlichen Touren werden von April bis Oktober immer am zweiten Freitag im Monat um 18 Uhr angeboten. Dauer der Führung: etwa 1,5 Stunden, Treffpunkt: Parkplatz bei den Eishöhlen.

 Kosten: Erwachsene sieben Euro,  Kinder drei Euro,  Familien 17 Euro.

www.brundhilde-rings.de (Internetseite der Gästeführerin).

Das Besucherbergwerk Fell lädt seit 1994 zu einem kühlen wie lehrreichen Ausflug ein. Es besteht aus zwei übereinander liegenden Dachschiefergruben aus der Jahrhundertwende. Auch hier kann man sich im Sommer abkühlen (es herrschen zwölf bis 13 Grad) und durch den Stollen führen lassen. Eine Führung dauert rund eine Stunde. Das Bergwerk Fell bietet auch ein Besucherzentrum und ein Bistro an. Eine Führung findet alle 60 Minuten statt.

Die Ausstellung zieht den Besucher in die Welt der alten Bergleute hinein, nicht nur mit Fakten über die Geologie des Schiefers, die benutzten Werkzeuge und die Endverarbeitung, sondern auch mit Einzelschicksalen, die die Welt der Bergleute wieder lebendig werden wird. Diese Geschichten erzählen zum Beispiel von der schweren Arbeit unter Tage, von Unglücken, Bergrutschen und der Bedeutung der Sage von der heiligen Barbara für die Bergleute.

Öffnungszeiten: Von 2. April bis 3. November, jeweils von Dienstag bis Sonntag sowie alle Feiertage von 10 bis 18 Uhr. Von November bis März ist Winterpause.

Eintrittspreise: Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre) 4,50  Euro, Erwachsene (ab 18 Jahren) 7 Euro. Es gibt Familien- und Gruppenrabatte.

Abgesehen von den Bergwerken und der Eishöhle bieten die Museen in Trier zahlreiche Sehenswürdigkeiten. In den Museen ist es angenehm kühl, und somit sind sie für die heißen Sommertage ein geeignetes Ausflugsziel. Die folgenden Museen sind eine kleine Auswahl des Angebots der Stadt Trier:

Das Stadtmuseum Simeonstift lässt seine Besucher Kunst- und Kulturschätze vom Mittelalter bis zum 21. Jahrhundert bestaunen.

www.museum-trier.de

Das Karl-Marx-Haus bietet seit 2018 eine Dauerausstellung anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx. Die Ausstellung besteht aus verschiedenen Einheiten, wie zum Beispiel Biografie, Werk, Wirkung und Marx-Renaissance.

www.fes.de/museum-karl-marx-haus

Im Museum am Dom können die Besucher die historischen Zeugnisse aus über 1700 Jahren Christentum bestaunen.

www.bistum-trier.de/museum

Und das Rheinische Landesmuseum bietet seinen Besuchern circa 4500 Exponate mit Bezug zur Geschichte der Region, unter anderem den größten Schatzfund von römischen Goldmünzen.

www.landesmuseum-trier.de

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