FWG: "Ein enttäuschendes Ergebnis"

Bitburg-Prüm · Während sich die CDU trotz zusätzlicher Mandate von der Kreistagswahl durchaus mehr erwartet hatte, sorgt sich die SPD um das schlechte Abschneiden des bisherigen Koalitionspartners FWG.

Bitburg-Prüm. Auch wenn die CDU mehr als vier Prozent hinzu gewinnen konnte - zur hundertprozentigen Zufriedenheit hat es nicht gereicht. "Mein Ziel waren 20 Sitze plus X", sagt der CDU-Kreisvorsitzende Michael Billen, der erkennen muss, dass dieses Ziel knapp verfehlt wurde. Statt 20 plus X verfügt die CDU nun über 19 der 42 Sitze. Das sind zwar zwei mehr als bei der Wahl 2009, doch zur absoluten Mehrheit, wie sie die CDU aus früheren Jahren gewohnt war, reicht es nicht.
Die SPD hat zwar die absolute Mehrheit weder angestrebt noch erreicht, dafür aber trotzdem zugelegt. Entsprechend zufrieden gibt sich deshalb der SPD-Kreisvorsitzende Nico Steinbach. "Ich freue mich, dass wir drei Mandate dazu gewinnen konnten", sagt Steinbach, der aber trotz des guten Ergebnisses - genau wie Billen - nicht ganz zufrieden ist. Grund dafür ist das schlechte Abschneiden des bisherigen Koalitionspartners FWG. "Wenn der Partner so schwächelt, dann ist die Freude begrenzt", so Steinbach.
Von begrenzter Freude kann bei der FWG nicht die Rede sein. Schon gar nicht von unbegrenzter. "Für uns war das ein sehr, sehr enttäuschendes Ergebnis", resümiert der FWG-Vorsitzende Rudolf Rinnen. "Wir müssen jetzt schauen, wie wir damit umgehen", sagt Rinnen. Einen Stimmenverlust habe er durchaus erwartet. Jedoch nicht in dieser Größenordnung.
Auch die FDP hat ordentlich geblutet. Wegen der Querelen auf Bundesebene habe er damit auch gerechnet, sagt der FDP-Kreisvorsitzende Hans Jürgen Götte. "Unser Ziel war es, weiter im Kreistag als Fraktion präsent zu sein", sagt er, "und das haben wir erreicht."
Statt bislang drei verfügen die Liberalen nun allerdings nur noch über zwei Mandate, haben aber immer noch eines mehr als die Linke. "Es war uns von vorneherein klar, dass wir wegen der Diskussion um Wolfgang Ferner ein wenig Federn lassen werden", sagt der Linke-Kreisvorsitzende Marco Burbach, "doch wir sind zufrieden, dass wir unser Mandat halten konnten".Ein Sitz mehr für die Grünen


Zufrieden mit dem Ergebnis dürften auch die Grünen sein, die künftig mit vier statt drei Mitgliedern im Kreistag vertreten sind. Der Grünen-Kreisvorsitzende Helmut Fink war gestern jedoch für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Dafür aber Landrat Joachim Streit, der nun mit einer neuen Zusammenstellung des Gremiums konfrontiert ist. "Es gibt keine absolute Mehrheit im neuen Kreistag, sodass die Mitglieder aufgefordert sind, gemeinsam Sachpolitik für die Menschen im Eifelkreis zu machen", sagt Streit. Und er selbst sei nun gespannt, wie die Beigeordnetenwahl von den Fraktionen vorbereitet werde. uhe