Große Straßenbauprojekte stehen an

Große Straßenbauprojekte stehen an

Einziger Bewerber um das Amt des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ist Amtsinhaber Ulrich K. Weisgerber. Über die künftigen Aufgaben und Projekte der VG sprach unser Redakteur Winfried Simon mit dem Bürgermeister.

Traben-Trarbach. (sim) Ulrich K. Weisgerber will weitere acht Jahre als Bürgermeister die Geschicke der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach mitbestimmen. Der TV sprach mit ihm.

Welche Auswirkungen wird die Kommunalreform auf die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach haben?

Weisgerber: Entscheidend ist, welche Auswirkungen die Reform auf die Bürger der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach haben wird. Aus Sicht der Bürger und unter Berücksichtigung des demografischen Wandels ist es dringend erforderlich, bestehende Mittelzentren und damit auch Traben-Trarbach zu stärken. Lediglich ein System von funktionierenden Mittelzentren mit umfassendem Dienstleistungsangebot garantiert den Bürgern die Dienstleistungen, die sie benötigen.

Welche Verkehrsprojekte in der VG Traben-Trarbach können in den kommenden fünf Jahren realisiert werden?

Weisgerber: Wir sind seit geraumer Zeit mit der Landesregierung, aber auch mit dem Landesbetrieb Mobilität im Gespräch, um den Ausbau der Landesstraßen zu forcieren. Nach den derzeitigen Erkenntnissen und Aussagen der zuständigen Behörden ist in den nächsten fünf Jahren mit der Realisierung folgender Projekte zu rechnen:

Traben-Trarbach: B 53, Neubau der Moselbrücke zwischen den Stadteilen Wolf und Rißbach; Ausbau der B 53 zwischen der Wolfer Brücke und dem Stadtteil Rißbach; B 53 Kreisel an der Kautenbachmündung; L 187 Ausbau der Grabenstraße/Weiherstraße; L 187 Ausbau der Ortsdurchfahrt Kautenbach; L 190 Ausbau der Schottstraße, Moselstraße, Enkircher Straße. Enkirch: Ausbau der L 192 vom Ortseingang von Starkenburg bis zur Klause; Ausbau der L 193 zwischen der Kapselfabrik Hirsch und der Klause.

Enkirch/Starkenburg: Das Land tut sich sehr schwer, den desolaten Straßenzustand der L 192 anzuerkennen und dem Projekt die erforderliche Priorität einzuräumen. Hier sind noch einige Gespräche erforderlich.

Welche Maßnahmen können in den kommenden Jahren durch Mittel der Konversion in Traben-Trarbach realisiert werden?

Weisgerber: Die Konversionsmittel sollten im wesentlich dafür verwendet werden, die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach und die Stadt Traben-Trarbach an das überörtliche Verkehrsnetz anzubinden. Konkrete Ziele sind der Bau einer Ortsumgehung in Trarbach (Tunnellösung) mit einer Ortsumgehung für Irmenach sowie einer Anbindung des Gewerbegebietes Mont Royal Richtung Wittlich. Dar über hinaus wäre es sehr sinnvoll die Ortsgemeinde Enkirch im Zuge des Ausbaues der Moselschleuse Enkirch mit einer Fußgängerbrücke an die Moselweinbahn Traben-Trarbach/Bullay und damit ans Netz der Deutschen Bahn anzubinden.

Wir wird die Schullandschaft in der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach in fünf Jahren aussehen?

Weisgerber: So wie sie ab Beginn des Schuljahres 2009/10 auch aussieht - eventuell wird das Gymnasium Traben-Trarbach zum G8 GTS-Gymnasium und die Realschule plus zur Fachoberschule Gesundheit und Sozialwesen.

Welche Auswirkungen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise auf die Finanzlage der Ortsgemeinden und der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach?

Weisgerber: Die Verbandsgemeinde hat in den vergangenen sieben Jahren ihre Verschuldung und damit die Aufwendungen für Zins und Tilgung erheblich zurückgeführt. Diesen Vorteil werden wir an unsere Gemeinden und Bürger weitergeben.