1. Dossier

Heiligkreuz aus jugendlicher Sicht

Heiligkreuz aus jugendlicher Sicht

Von den 6676 Heiligkreuzern sind 16,6 Prozent jünger als 20 Jahre. Für die gibt es zwar keinen Jugendraum, aber mit den sechs Spielplätzen, dem VfL und seinen Sportplätzen und dem Südbad einige Möglichkeiten, sich auszutoben. Im Rahmen der Stadtteiltour erzählen drei junge Menschen, ob ihnen das reicht, oder was im Stadtteil noch fehlt zum Glück.

Trier-Heiligkreuz. Was gefällt Jugendlichen in ihrem Stadtteil? Was mögen sie nicht? Der TV hat sich im Rahmen der Stadtteiltour Heiligkreuz umgehört. Jule Haag (10): "Ich wohne schon immer in Heiligkreuz und finde es auch sehr schön hier. Ich sage immer, dass man auch ohne die restliche Stadt hier gut leben könnte: Wir haben eine Bank, einen Döner, eine Pizzeria, einen Aldi, einen Edeka, einen Elektriker, einen Schreiner. Wenn ich aus der Ganztagsschule komme, gehe ich gerne in unseren Garten Fußball spielen. Außerdem spiele ich noch im Hockeyverein. Im Moment trainieren wir im Moselstadion, im Herbst aber auch hier oben in der Wolfsberghalle. Und ich gehe gerne mit unserem Hund Mira spazieren: Dann meistens zum Edeka oder auch mal um den Weiher herum.Tv-Stadtteiltour Heiligkreuz

Manchmal kommt auch meine Oma mit, die seit einiger Zeit bei uns wohnt. Natürlich könnte man noch ganz viel mehr hier machen: Es gibt zum Beispiel noch Pfadfinder oder auch den Fußballverein. Was vielleicht noch fehlt, ist ein Sportgerät auf dem Spielplatz an der Grundschule: Also ein Basketballkorb oder ein Fußballtor. Der Sandkasten und die Wippe und die Rutsche, das ist ja eher für kleinere Kinder!"Felix Ring (15): "Ich bin hier in Heiligkreuz aufgewachsen, jetzt bin ich 15, da kann es ab und zu auch mal langweilig hier oben werden. Zum Glück habe ich aber auch viele Freunde hier - und einige von uns haben seit einiger Zeit Motorroller. Damit sind wir endlich mobil und können mal wegfahren: Nicht nur in die Stadt, sondern auch raus aufs Land.Wenn ich hier in Heiligkreuz was unternehme, gehe ich auch gerne mal ins Südbad, das ist super, dass das hier oben ist.Außerdem spiele ich seit neun Jahren beim VfL Fußball. Seit ich meinen Roller habe, spiele ich zwar etwas weniger als vorher, aber ich gehe immer noch dreimal die Woche zum Training. Da fällt mir noch was ein, was man in Heiligkreuz verbessern könnte: Es wäre toll, wenn unser Spielfeld mit Kunstrasen ausgestattet würde."Lucas Alsleben (14): "Es ist schon sehr ruhig hier in Heiligkreuz - aber für mich ist das auch vollkommen in Ordnung. Man kann hier schön die Ruhe genießen und sehr schön mit dem Hund rausgehen. Dabei ist man schnell so weit draußen, dass man den auch mal von der Leine lassen kann. Dabei trifft man auch viele andere Hundehalter. Jugendliche gibt es hier glaube ich nicht so viele, bei uns in der Straße wohnen jedenfalls nur noch zwei andere. Irgendwelchen Sportvereinen bin ich bisher noch nicht beigetreten: Das ist nicht so meine Sache, aber wer weiß: Letztens habe ich meinen Geburtstag auf der Bowlingbahn gefeiert, das fand ich gut. Vielleicht trete ich ja doch mal einer Mannschaft bei. Ansonsten verbringe ich meine Zeit auch gerne bei uns im Garten. Außerdem produziere ich kommentierte Videos zu Computerspielen, auch "Let\'s Play" genannt. Die haben schon immer so ein paar Hundert Zuschauer, und es werden langsam aber sicher mehr. Gerade wenn ich die hochlade, merke ich übrigens auch immer, dass das Internet hier in Heiligkreuz doch eher langsam ist."volksfreund.de/stadtteiltour