In der CDU herrscht weiter das große Schweigen

In der CDU herrscht weiter das große Schweigen

Der Kandidat der CDU für das Bürgermeisteramt in der neuen Verbandsgemeinde Traben-Trarbach wird kommende Woche gewählt. Die spannendste Frage dabei: Tritt Amtsinhaber Ulrich K. Weisgerber wieder an?

Traben-Trarbach/Kröv. Im Kampf um das Bürgermeisteramt in der neuen Verbandsgemeinde Traben-Trarbach gibt es bisher einige geklärte Fragen, aber auch noch viele offene Baustellen. Klar ist: Für die noch getrennten SPD-Gemeindeverbände Traben-Trarbach und Kröv-Bausendorf zieht, wie berichtet, Marcus Heintel (37) aus Rivenich als gemeinsamer Kandidat ins Rennen. Klar ist auch, so zumindest der Stand am Freitag: Der CDU-Gemeindeverband Kröv-Bausendorf wird beim gemeinsamen Nominierungsparteitag am kommenden Mittwoch, 19. März, Heidrun Baltes (47) aus Neef (Kreis Cochem-Zell) vorschlagen. Die Mitglieder haben, so Vorsitzender Peter Tries gegenüber dem TV, dafür votiert.

Weiter völlig unklar ist: Schickt der CDU-Gemeindeverband Traben-Trarbach kommende Woche auch jemanden auf die Strecke? Und wenn ja: Wird dies Amtsinhaber Ulrich K. Weisgerber (51) sein? Er ist 2001 gewählt und 2009 im Amt bestätigt worden. Der Verwaltungschef hält sich immer noch bedeckt. Die Gefechtslage müsse weiter beobachtet werden. So viel lässt er sich entlocken: "Spätestens am Mittwochabend wird es eine Entscheidung geben."

Vorher werde er sich mit seinen Parteifreunden zusammensetzen und noch einmal die Lage sondieren. Kann er sich auch vorstellen, als Einzelkandidat und damit ohne die CDU im Rücken zu kandidieren? Seine Antwort. "Das weiß ich nicht. Das ist alles äußerst schwierig."Will er für die CDU ins Rennen gehen, muss er sich äußern. "Das hat er bisher nicht getan", sagt Erwin Haussmann. Derzeit, so der Gemeindeverbandsvorsitzende am Freitag, habe Traben-Trarbach keinen eigenen Kandidaten.

Ob sie sich von den zukünftigen Partnern aus Kröv-Bausendorf überrumpelt fühlen, sagen Haussmann und Weisgerber nicht. Ersterer war vor einer Woche von Tries über die Baltes-Nominierung informiert worden.
Peter Tries hat kein schlechtes Gewissen. "Es ist nichts Ehrenrühriges dabei." Das Verhältnis zu Erwin Haussmann sei kollegial.

Sein Gemeindeverband sei noch bis zur Fusion der beiden Kommunen am 1. Juli eigenständig. In dieser Verantwortung sei gehandelt worden. "Es wäre auch peinlich, wenn es am 19. März überhaupt keinen Kandidaten geben würde", sagt er.

Festzustellen bleibt: In CDU-Kreisen wird derzeit wenig offiziell gesagt. Das öffnet den Spekulationen Tür und Tor. Zu hören ist unter anderem, dass bei der Auswahl von Heidrun Baltes, der derzeitigen Leiterin der Volkshochschule des Kreises Cochem-Zell, auch der CDU-Kreisvorsitzende Alex Licht ein gehöriges Wort mitgesprochen hat. Und dass der kein Freund seines Parteifreundes Ulrich K. Weisgerber ist, ist hinlänglich bekannt. Und im Übrigen auch nicht von Otto Maria Bastgen, dem seit August 2013 kranken Bürgermeister der Verbandsgemeinde Kröv-Bausendorf.

Etwas dürfte für den kommenden Mittwoch garantiert sein: Hochspannung. Mit ihr ist ab 19.30 Uhr in der Lorettahalle in Traben-Trarbach zu rechnen.

Erwin Haussmann wird die Parteimitglieder begrüßen. Mit welcher Stimmung, mit welchem Ergebnis rechnet er? Seine Antwort überrascht nicht: "Dazu sage ich nichts."