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In Zeiten von Corona: Silvester in der Region Trier so ruhig wie nie

Coronavirus : Auf ein Besseres: Ein ruhiges Silvester und weitere Impfungen

In Rheinland-Pfalz halten sich die Menschen beim Jahresübergang an die Vorschriften. Die Corona-Pandemie bestimmt auch die ersten Tage im Jahr 2021.

So ruhig wie seit Jahrzehnten nicht ist ganz Deutschland mitten in der Corona-Krise ins neue Jahr gestartet. Auch in der Region Trier waren viel weniger Menschen unterwegs als sonst. „Alle Dienststellen des Polizeipräsidiums melden einen sehr ruhigen Jahresbeginn“, bilanziert Karl-Peter Jochem, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Trier. „Die meisten Menschen haben sich an die geltenden Regeln gehalten.“

Ähnlich ist die Bilanz der Rettungsdienste. In Eifel und Hunsrück gab es einige wetterbedingte Einsätze. Für Trier äußert sich Feuerwehr-Chef Andreas Kirchartz bezeichnend für die Gesamtsituation: „Das war der ruhigste Jahresübergang, den ich bisher in meinen 31 Jahren bei der Feuerwehr Trier erlebt habe.“ Zwar musste das Ordnungsamt Trier in 39 Fällen einschreiten, meist wegen Ruhestörung. Vereinzeltes Feuerwerk gab es aber nur auf privatem Gelände.

Anders als in Rheinland-Pfalz knallte es anderswo trotz des Verkaufsverbots für Pyrotechnik allerdings kräftig – vor allem in Berlin. Beim folgenschwersten Unfall starb ein 24-Jähriger in Brandenburg. Er hatte mit selbst gebastelten Knallkörpern hantiert.

Die fünf Toten der vergangenen beiden Tage aus der Region, die vermeldet werden müssen, starben mit oder an den unmittelbaren Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Die Gesundheitsämter haben insgesamt 194 Neuinfektionen gemeldet.

Mit Sorge blicken trotz der ruhigen Silvesternacht besonders die Verantwortlichen in den Kliniken auf die Entwicklung der kommenden Tage. „Wir rechnen mit einem zeitverzögerten Anstieg der Patienten auf unseren Stationen“, sagt Dr. Tim Piepho, Chefanästhesist im Brüderkrankenhaus und im Corona-Krankenhaus Trier, in dem aktuell 37 Menschen behandelt werden.

Hoffnung bringt der Start der Impfungen in mehreren Seniorenheimen in der Stadt Trier und im Kreis Trier-Saarburg. Am 7. Januar nehmen auch die Impfzentren in der Region ihre Arbeit auf.