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Ratgeber
Tipps für Bauherren und Hauskäufer

Trier. Auf dem Weg zum Traumhaus: Wie Sie durch richtige Planung dem großen Ziel näher kommen. Von Marcus Hormes
Marcus Hormes

Der Bau oder Kauf eines Wohnhauses zur eigenen Nutzung ist für die meisten Menschen, die sich dazu entschließen, der bedeutendste finanzielle Akt ihres Lebens – mit großem Abstand. Autos, Reisen, Möbel, Schmuck: Solche an sich kostspielig erscheinenden Ausgaben wirken dagegen geradezu verschwindend gering.

Umso genauer will die Anschaffung eines Hauses überlegt sein. Zumal es in den meisten Fällen ein einmaliger Vorgang bleibt. Wie wichtig die Erfahrung auf diesem Gebiet ist, macht zwar das alte Sprichwort deutlich: „Das erste Haus baust du für deinen Feind, das zweite für deinen Freund und das dritte für dich selbst.“ (Konfuzius) Weil aber kaum jemand drei Anläufe zur Verfügung hat, soll schon beim ersten Mal möglichst alles sitzen. 100-prozentig glatt kann ein solches Megaprojekt natürlich nicht ablaufen. Dafür gibt es zu viele Fragen, Details, Unwägbarkeiten und Abhängigkeiten.

Richtige Entscheidungen treffen, Fehler vermeiden, Risiken minimieren: So kommen Bauherren und Käufer ihrem großen Ziel näher, ohne daran zu verzweifeln. Die Tipps unserer neuen Kolumne helfen, das Abenteuer zu bestehen und dabei noch Spaß zu haben. Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, und jeder Einzelfall ist individuell zu betrachten. Doch mit den genannten Punkten wird früher oder später nahezu jeder Betroffene konfrontiert, so dass sie als eine Art Basis und Leitfaden dienen können.

Tipp 1: Träumen und rechnen: Die Mischung macht’s

Das liebe Geld kommt im Lauf des Projekts zwangsläufig immer wieder ins Spiel. Ein ehrlicher Kassensturz steht gleich am Anfang. Welches Eigenkapital steht zur Verfügung? Kaufe ich allein oder mit einem Partner? Welche Eigenleistung kann ich bei der Ausführung erbringen? Wie hoch muss der Kredit sein, wie kann er abbezahlt werden? Welche Förderung gibt es?

Jenseits allen vernünftigen Rechnens ist Träumen durchaus erlaubt. Denn die finanzielle Schere im Kopf würde sonst die nötige Begeisterung und Kreativität verhindern, ohne die ein Hausbau kaum Sinn machen würde. Ein gewisses Maß an Idealismus gehört dazu, denn es gilt erhebliche Belastungen zu stemmen und Krisen zu überstehen. Wer nur auf finanziellen Gewinn aus ist, lässt besser die Finger vom Hausbau. Entscheidend ist, das Leben im Eigenheim als persönlichen Mehrwert zu sehen gegenüber dem Wohnen zur Miete. Dafür müssen Hausbauer bereit sein, Anstrengungen und ein gewisses Risiko in Kauf zu nehmen. Am Ende locken zum einen der Gewinn an Wohn- und damit Lebensqualität und zum anderen die Sicherheit einer Immobilie. Hausbau ist Kopfsache und Herzensangelegenheit.