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Jenssen bleibt Stadtbürgermeister

Jenssen bleibt Stadtbürgermeister

Wolfgang Jenssen (SPD) wird weitere fünf Jahre an der Spitze der Kreisstadt Daun stehen: Der Amtsinhaber siegte mit 64,04 Prozent gegen den CDU-Kandidaten Otmar Monschauer (35, 96 Prozent).

Daun. Dritter Sieg nach 1999 und 2004 für den amtierenden Dauner Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen (SPD): Mit knapp über 64 Prozent der Stimmen wurde er für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. "Ich war schon optimistisch, wiedergewählt zu werden, aber ganz sicher kann man ja nie sein. Doch als Amtsinhaber hat man schon einen Bonus", erklärte er kurz nach Bekanntwerden des Ergebnisses.

Langes Warten auf das Endergebnis

Fairer Verlierer: Otmar Monschauer (CDU) gratuliert Wolfgang Jenssen (rechts) zur Wiederwahl. TV-Foto: Stephan Sartoris
Fairer Verlierer: Otmar Monschauer (CDU) gratuliert Wolfgang Jenssen (rechts) zur Wiederwahl. TV-Foto: Stephan Sartoris



Lange mussten Jenssen und sein CDU-Herausforderer Otmar Monschauer warten bis zum endgültigen Ergebnis. Aber der Trend war schnell klar, dass es für den Herausforderer nicht reichen würde. Monschauer nahm die Niederlage gefasst: "Ich hätte mir schon ein besseres Ergebnis gewünscht, aber es war mir auch klar, dass es schwer sein würde, gegen den Amtsinhaber zu gewinnen. Ich danke allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben."

Der derzeitige Erste Beigeordnete würdigte den fairen Umgang im Wahlkampf. Über sein weiteres politisches Engagement wolle er nachdenken, wenn er die Ergebnisse der Stadtbürger- und der Stadtratswahl analysiert habe: "Dann entscheide ich, wie es weitergeht."

Jenssen hingegen war angesichts des erneuten Siegs über einen CDU-Herausforderer schon wieder kämpferisch. "Ich habe noch einige Ziele, vor allem, die Eigenständigkeit der Stadt noch zu stärken. Auf einen ,Schmusekurs' darf sich der Bürgermeister der Verbandsgemeinde jedenfalls nicht freuen", kündigte der SPD-Mann an.

Meinung

Kein Freibrief für den Sieger

Der deutliche Sieg von Wolfgang Jenssen ist keine Überraschung angesichts seines deutlich größeren Beliebt- und Bekanntheitsgrads im Vergleich zu CDU-Kontrahent Otmar Monschauer. Zudem konnte der Herausforderer nicht verdeutlichen, was er anders machen will als Jenssen. Zu stark ähnelten sich ihre Vorhaben. Jenssen sollte seinen Erfolg richtig einschätzen: Der Sieg ist kein Freibrief, weiter auf Konfrontationskurs mit Werner Klöckner zu gehen. Eine selbstbewusste Stadt, ja, aber das erlaubt nicht jeden Konflikt. Es geht um Daun, um die Stadt und das Umland. Sie sollen von einer vernünftigen Zusammenarbeit der Bürgermeister profitieren. s.sartoris@volksfreund.de