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Josef Junk macht's mit 50,3 Prozent

Josef Junk macht's mit 50,3 Prozent

Das war spannend: Bis zur letzten Minute lieferten sich bei der Wahl um das Amt des Bürgermeisters in der Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land Amtsinhaber Jürgen Backes (CDU) und Herausforderer Josef Junk (SPD) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Junk mit 50,3 Prozent knapp für sich entschied.

Bitburg. Damit ist Josef Junk der erste Sozialdemokrat an der Spitze im Bitburger Land. Im Eifelkreis ist er nach Bernd Spindler (VG Kyllburg) damit der zweite SPD-Mann, der ein Bürgermeisteramt erobert hat. "Ich bin sprachlos", ist die erste Reaktion von Junk, der die Wahl in seinem Heimatort Idenheim verfolgt hat. Bis zum Schluss hat er in dem Wahl-Krimi mitgefiebert - mal lag Backes vorn, mal Junk, dann wieder Backes, dann Junk. "Ich habe gewusst, dass es knapp wird, aber dass es so knapp wird, hätte ich nicht gedacht", sagt der neue VG-Chef und ergänzt: "Ich freue mich sehr und danke allen, die mich unterstützt haben."

Dabei sah es zu Beginn des Abends ganz und gar nicht nach einem Amtswechsel aus. Um 18.35 Uhr, als sich Landrats-Kandidat Joachim Streit bereits bei rund 75 Prozent eingependelt hatte, lag in der VG Bitburg-Land noch Backes mit 73,5 Prozent vorn. Da waren gerade die Stimmen von Brecht ausgezählt. Über Scharfbillig (69,6 Prozent für Junk), Esslingen (64,3 Prozent) und Meckel (64,3 Prozent) begann die Aufholjagd für den Sozialdemokraten. Dann lag er mit 52,6 Prozent vorn. Doch anschließend punktete Backes in Wettlingen (62,8 Prozent), Mülbach (67,2 Prozent), Biersdorf (65,8 Prozent) und Seffern (56,3 Prozent), sodass sich gegen 19 Uhr das Blatt wieder gewendet hatte und Backes mit 53,9 Prozent führte - da waren elf von 53 Stimmbezirken ausgezählt.

Besonders viele Stimmen gab es für Amtsinhaber Backes in Hisel (91,7 Prozent), Enzen (78.9 Prozent), Brecht (73,5), Olsdorf (70,5 Prozent) und Ließem (70,2 Prozent). Herausforderer Junk punktete vor allem in Idenheim (77,9 Prozent), Oberweis (76,3 Prozent), Dahlem (71 Prozent), Scharfbillig (69,6 Prozent) und Hüttingen (68,8 Prozent).

Am Ende hat es für den Amtsinhaber nicht gereicht. Mit 49,7 Prozent unterlag Jürgen Backes: "Für mich ist es ein enttäuschendes Ergebnis. Damit geht das Kapitel Bitburg-Land zu Ende, was mir sehr leid tut. Mir hat die Arbeit Spaß gemacht. Danken möchte ich all meinen Unterstützern. Und ich gratuliere Josef Junk zur Wahl." Wie es beruflich weitergeht, weiß Backes noch nicht. Aber er ist zuversichtlich, dass sich etwas auftun wird. 2001 hatte er sich mit 54,44 Prozent gegen Gerd Zillien (SPD) in der Stichwahl durchgesetzt.

Bei einer Wahlbeteiligung von knapp 70 Prozent bekam Junk mit 4521 Stimmen genau 56 mehr als Backes.