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Kandidaten für Urwahlen am 7. Juni stehen fest

Kandidaten für Urwahlen am 7. Juni stehen fest

Der gestrige Montag war ein Meilenstein im Superwahljahr 2009. Denn um 18 Uhr endete die Bewerbungsfrist für alle Kandidaten, die sich am 7. Juni der Urwahl stellen möchten.

Genaue Infos wollten die Verwaltungen zwar noch nicht geben, denn zuvor müssen noch die Wahlausschüsse tagen. Allerdings scheinen im Eifelkreis Bitburg-Prüm und in der VG Obere Kyll auch keine Überraschungs-Kandidaten hinzugekommen zu sein.

Für die Urwahlen am 7. Juni gibt es folgende Bewerber:

Wolfgang Ferner (Die Linke) ist wie seine Mitbewerber um den Landratsposten im Eifelkreis Bitburg-Prüm Jurist. Als Spezialist für Straf- und Verkehrsrecht ist er unter anderem am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tätig. 1952 in der Nähe von Aachen geboren, lebt er nun in Rommersheim. Ferner ist verheiratet und hat vier erwachsene Töchter. In Koblenz hat ihn seine Partei auch als Bundestagskandidaten nominiert.

Paul Glauben (CDU) ist bereit, seine Stellung als Ministerialdirigent des rheinland-pfälzischen Landtags aufzugeben, um Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm zu werden. Im Laufe seiner Karriere hatte der promovierte Jurist bereits zahlreiche einflussreiche Posten in Justiz und Verwaltung inne. Politische Erfahrung hat er unter anderem als Mitglied des Mayener Stadtrats gesammelt. Der 52-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Mayen.

Joachim Streit tritt als freier und unabhängiger Kandidat für das Amt des Landrats an. Noch während seines Studiums der Politik- und Rechtswissenschaften, das er mit Promotion abschloss, gründete er die Liste Streit, mit der er 1989 in den Bitburger Stadtrat einzog. 1996 wurde er Bürgermeister der Stadt und 2004 mit mehr als 81 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt. Der 43-jährige Eifeler lebt mit Frau Petra in Bitburg. Das Paar hat drei Kinder.

Jürgen Backes (CDU) wurde 2001 in Urwahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburg-Land gewählt. Zuvor hat der Jurist von 1991 bis 1995 als Verkehrs- und Wirtschaftsreferent beim Deutschen Städte- und Gemeindebund in Düsseldorf gearbeitet. Von 1995 bis 2001 war er persönlicher Referent des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Trier. Der 46-Jährige lebt mit Frau Lissi und dem dreijährigen Sohn Anton in Trier-Biewer.

Josef Junk (SPD) ist Leiter der Polizeiinspektion Prüm und tritt als Kandidat um das Bürgermeister-Amt in der Verbandsgemeinde (VG) Bitburg-Land an. Seit 1971 arbeitet Junk bei der Polizei und schloss 1993 sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt ab. Junk engagiert sich seit 15 Jahren als Ortsbürgermeister in Idenheim und im VG-Rat. Der 55-Jährige ist mit Frau Maria verheiratet. Der erwachsene Sohn lebt in Welschbillig.

Klaus Rechin (parteilos) wohnt seit 18 Jahren in der Verbandsgemeinde Neuerburg und will mit Unterstützung der CDU VG-Chef werden. Der Diplom-Betriebswirt, gebürtig aus Zweibrücken, sitzt im Stadtrat Neuerburg als Mitglied der Liste Hosdorf. Bei der Bitburger Brauerei arbeitet er im Innendienst für den Vertrieb. Der 46-Jährige lebt mit seiner Frau und seinen Kindern im Alter von fünf, acht und elf Jahren in Neuerburg.

Norbert Schneider (parteilos) ist seit 2001 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Neuerburg und will es weiterhin bleiben. Der Diplom-Verwaltungswirt, der in Andernach-Miesenheim aufgewachsen ist, wechselte vor acht Jahren aus Magdeburg vom Ministerium der Justiz in Sachsen-Anhalt ins Rathaus der Verbandsgemeinde. Der 54-Jährige lebt mit seiner Frau in Sinspelt, die beiden erwachsenen Kinder studieren auswärts.

Aloysius Söhngen (CDU) ist seit 1991 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Prüm. Der 52-Jährige stammt aus Limbach im Westerwald. Nach dem Abitur studierte er Volkswirtschaft an der Uni Bonn. Seine beruflichen Erfahrungen sammelte er an der Kreisverwaltung Altenkirchen. Unter anderem war er persönlicher Referent des ehemaligen rheinland-pfälzischen Umweltministers Dr. Alfred Beth, ehe er mit 35 Jahren Bürgermeister wurde.

Mathilde Weinandy (CDU) ist seit 2004 Stadtbürgermeisterin von Prüm und tritt im Juni zur Wiederwahl an. Dabei wird die 58-jährige Beratungstechnikerin, die sich vor fünf Jahren gegen drei Mitbewerber im ersten Wahlgang durchgesetzt hatte, diesmal keinen Gegenkandidaten haben. Vor ihrer Zeit als Stadtbürgermeisterin saß sie zehn Jahre im rheinland-pfälzischen Landtag. Weinandy ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Werner Arenz (CDU) wurde 1992 zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Obere Kyll gewählt. Der 52-Jährige tritt bei der anstehenden Wahl jedoch als unabhängiger Kandidat an, nachdem der CDU-Gemeindeverband im Zusammenhang mit der Kämmerer-Affäre entschieden hatte, einenen eigenen Kandidaten für die Wahl zu nominieren. Vor seiner Zeit als Bürgermeister war Arenz Sachbearbeiter im rheinland-pfälzischen Innenministerium.

Martin Schöddert geht als unabhängiger Kandidat mit der Unterstützung von SPD, FWG, FDG und Grünen in das Rennen um den Bürgermeisterposten an der Oberen Kyll. Der gebürtige Kölner lebt seit elf Jahren in Jünkerath. Nach der Mittleren Reife arbeitete Schöddert in verschiedenen Positionen der Kölner Bezirksregierung. Seit Anfang 2009 ist der 42-Jährige Verwaltungsleiter im Haus für Lehrerfortbildung in Kronenburg.

Diane Schmitz (CDU) tritt in der Verbandsgemeinde Obere Kyll gegen Amtsinhaber Werner Arenz an. Sie wurde 1974 in Gerolstein geboren. Nach dem Abitur in Gerolstein arbeitete sie zunächst bei der Kreisverwaltung Daun, ehe sie nach mehreren Stationen schließlich 2007 in Affler landete, wo sie seitdem Kämmerin, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und stellvertretende Betriebsleiterin der Gemeindewerke ist.

Moritz Petry (CDU) will Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel werden und dafür seine Arbeit als Personalberater in Frankfurt aufgeben. Zwischen 2004 und 2007 lebte der 33-Jährige in Holsthum und war in der Jungen Union und später als Vorsitzender des CDU-Ortsverbands politisch aktiv. Zurzeit pendelt er mit seiner Frau und dem fast zweijährigen Sohn jedes Wochenende nach Holsthum, dem Wohnsitz seiner Schwiegereltern.

Rudolf Schmitt (SPD) ist seit 1994 Mitglied im Verbandsgemeinderat Irrel und strebt nun den Posten als Bürgermeister der Verbandsgemeinde Irrel an. Der 55-Jährige, der von 1994 bis 1999 Ortsbürgermeister von Ferschweiler war und dieses Amt seit 2004 wieder innehat, führt in Ferschweiler einen Betrieb, der im Bereich Propangas und Haustechnik tätig ist. Schmitt lebt getrennt und hat vier Töchter im Alter zwischen 16 und 24 Jahren.

Rudolf Becker (CDU) ist seit dem 1. Januar 2002 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Speicher, für die er bereits seit 1971 tätig ist. Bevor er zum Bürgermeister gewählt wurde, hat er 20 Jahre lang verschiedene Ämter geleitet. Bereits 1993 war Becker als CDU-Wunschkandidat in Speicher angetreten, hatte jedoch gegen Norbert Schröder (parteilos) überraschend verloren. Der 60-Jährige stammt gebürtig aus Speicher, ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Erhard Hirschberg (CDU): Der 53-Jährige ist bereits seit zehn Jahren ehrenamtlicher Ortsbürgermeister des rund 3000 Einwohner starken Töpferortes Speicher und möchte das auch gerne bleiben. Hirschberg ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. Der Leiter der KFZ-Zulassungsstelle des Eifelkreises wurde von der CDU offiziell als Kandidat für die Urwahl nominiert. 2004 hatten die Speicherer ihn mit 80,9 Prozent wiedergewählt.

Alles rund um die Wahlen finden Sie online unter www. volksfreund.de/wahlen