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Klarer Wahlsieg: 86 Prozent stimmen für CDU-Kandidaten in Adenau

Klarer Wahlsieg: 86 Prozent stimmen für CDU-Kandidaten in Adenau

Im Februar tritt der Christdemokrat Guido Nisius in der Verbandsgemeinde Adenau die Nachfolge Josef Romes (CDU) an. Er erhielt 86 Prozent der Stimmen. Nur in zwei Orten, in Dorsel und Aremberg, blieb er unter 80 Prozent.

Adenau. Guido Nisius wird 2014 Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Adenau. Bei der Wahl am Sonntag erhielt er 86,0 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2 Prozent. Der 46-jährige Christdemokrat aus Wiesemscheid war einziger Kandidat. Er tritt die Nachfolge von Hermann-Josef Romes (CDU) an, der nach zwei Amtszeiten am 5. Februar kommenden Jahres in den Ruhestand gehen will.
Guido Nisius und seine Frau Claudia gehören zu den Ersten, die sich am Sonntagabend im Rathaus der Verbandsgemeinde einfinden. 27 Ortsgemeinden hat er bewandert, 15 Infoabende abgehalten. Jetzt versucht der bisherige Kreiskämmerer, nicht nervös zu sein. Das Ergebnis lässt indes auch nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr noch auf sich warten. Die Technik streikt, so dass die Präsentation der Auszählung entfällt. Stattdessen sorgen die ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl für ein Raunen im sich langsam füllenden Ratssaal.
Um 18.22 Uhr dann trudeln die ersten Ergebnisse aus den 37 Ortsgemeinden ein. Erste Erleichterung bei dem Kandidaten: Der Trend spricht für ein Ergebnis jenseits der 80 Prozent. 19.50 Uhr: Die Hälfte der 42 Stimmbezirke ist ausgezählt, das Lächeln wird entspannter. 85,2 Prozent Jastimmen.
Die Ersten gratulieren, darunter Landrat Jürgen Pföhler und die Schwiegereltern des Kandidaten. 19.47 Uhr: Fünf Wahlbezirke fehlen noch, doch Romes greift zum Mikrofon. "Ein ganz beeindruckendes Wahlergebnis", resümiert der Amtsinhaber angesichts der 86,1 Prozent, die jetzt das Balkendiagramm anzeigt. "Ich bin mir sicher, wir haben in dir einen guten Bürgermeister", sagt er unter dem Applaus der Anwesenden.In zwei Orten unter 80 Prozent


"Ich bin überglücklich und freue mich riesig. Die Wähler haben mir einen großen Vertrauensvorschuss gegeben", sagt der strahlende Sieger. In überhaupt nur zwei Orten ist das Ergebnis unter 80 Prozent geblieben: in Dorsel (61,7 Prozent) und in Aremberg (77,9 Prozent). Dort war offenbar das eindeutige Bekenntnis zum Lückenschluss A 1 nicht so gut angekommen. Bei 70 Prozent hatte Nisius im Vorfeld die Messlatte angelegt. "Super, das ist die Krönung des Ganzen", strahlt der künftige Bürgermeister über das Ergebnis weit jenseits der 80 Prozent. In Eichenbach kam er sogar auf 97,8 Prozent (45 Jastimmen, eine Neinstimme).
Nisius bedankt sich bei der CDU, bei seiner Familie, insbesondere seiner Frau, und bei seinem Arbeitgeber, der Kreisverwaltung, die ihm den Jahresurlaub am Stück bewilligt hatte, so dass er Wahlkampf machen konnte. "Ich verliere einen meiner besten Mitarbeiter und engsten Vertrauten, aber ich weiß, es ist der richtige Mann für die Verbandsgemeinde", sagt Landrat Pföhler.
Und er verspricht: "Ich werde Sie unterstützen." Hochzufrieden zeigt sich der CDU-Vorsitzende Michael Korden: "Mit diesem Kandidaten haben wir alles richtig gemacht." Im Ratssaal baut sich der Chor Chorios auf, den Nisius seit vielen Jahren leitet und weiterhin dirigieren wird. Auch an diesem Abend, als die Sänger "Über sieben Brücken" anstimmen.
Sein erster Arbeitstag wird der 6. Februar 2014 sein. Zuvor wird er noch den Kreishaushalt über die Bühne bringen. np