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Was das Etikett über den Inhalt der Flasche verrät

Serie Lecker! : Was das Etikett über den Inhalt der Weinflasche verrät (Infografik)

Eine Flasche Wein ist eine Flasche Wein. Richtig. Doch es können Welten zwischen dem Inhalt der einer und dem Inhalt der anderen Flasche Wein liegen. Wer blickt bei den vielen Angaben auf einem Weinetikett tatsächlich durch? Der Fachmann? Vielleicht? Der Laie? Keineswegs. Zu differenziert sind die Angaben. Was bedeuten also AP-Nummer, Qualitätsstufe und Gutsabfüllung? Was sagt der Jahrgang aus? Und wieso steht bei Moselweinen oft feinherb auf dem Etikett? Wir erklären es.

Übrigens: Wenn Sie nach der Lektüre glauben, sie hätten jetzt alles begriffen und könnten Weinetiketten wie ein gutes Buch lesen – freuen Sie sich nicht zu früh. Der Gesetzgeber hat eine Überraschung in petto. Das komplizierte Deutsche Weinbezeichnungsrecht wird nämlich geändert. Ab 2026 ist es soweit: Ab diesem Zeitpunkt gelten verbindlich neue Regelungen. Denn dann wird das romanische Weinrecht parallel zum germanischen Weinrecht, das aktuell noch gilt, eingeführt.

Dieses Weinrecht, das in Frankreich, Italien oder Spanien seit jeher gilt, basiert auf einer Herkunftspyramide mit der Kurzformel: „Je enger die Herkunft, desto höher die Qualität“. Weinetiketten werden sich also grundlegend ändern. Ziel der weitreichenden Reform ist es zum einen, dass sich die Verbraucher besser am Weinregal im Einzelhandel orientieren können. Zum anderen, dass deutsche Winzer im europäischen und internationalen Geschäft besser aufgestellt sind. Spannende Zeiten also für Erzeuger wie Verbraucher.