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Liberale starten ins Wahljahr 2009

Liberale starten ins Wahljahr 2009

Zu seinem Neujahrsempfang hatte der FDP-Kreisverband Trier-Stadt am Samstag eingeladen. Als Ehrengast und Festredner erläuterte der Generalsekretär der FDP-Bundespartei, Dirk Niebel, die politischen Ziele seiner Partei - insbesondere mit Blick auf die Bundestagswahl 2009.

 Beim Neujahrsempfang der FDP Trier (von links): Kreisvorsitzender Thomas Egger, Dirk Niebel und der Bitburger FDP-Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen. TV-Foto: Friedhelm Knopp
Beim Neujahrsempfang der FDP Trier (von links): Kreisvorsitzender Thomas Egger, Dirk Niebel und der Bitburger FDP-Bundestagsabgeordnete Edmund Geisen. TV-Foto: Friedhelm Knopp

Trier. (f.k.) Kreisvorsitzender Thomas Egger begrüßte dazu in den Räumen der Europäischen Rechtsakademie Trier zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft. "Dieser Jahresanfang ist auch ein Anfang für mich als Kreisvorsitzender", sagte Egger, der jüngst die Nachfolge von Stefanie Lejeune (MdL) angetreten hatte.

Eggers besonderer Gruß galt dem Generalsekretär der FDP-Bundespartei, Dirk Niebel.

In seiner Festansprache unterzog Niebel die Arbeit der großen Koalition einer kritischen Betrachtung. "Ich will hier und heute keine Wahlrede halten, aber in diesem Jahr 2009 sind die Bürger als Wähler aufgerufen, gesellschafts-, sozial- und wirtschaftspolitische Grundsatzentscheidungen zu treffen", erklärte der FDP-Politiker.

Er plädierte wieder für mehr Entscheidungsfreiheit für die Bürger. Es gelte, durch Blockaden und Bürokratie entstandene Investitionsstaus der Privatwirtschaft zu beheben, statt sich auf die Umverteilung von Steuergeldern zu konzentrieren nach dem Motto "hier nehmen, dort geben".

Außerdem mahnte der Redner dazu, die seiner Meinung nach gefährdeten Freiheits- und Persönlichkeitsrechte der Bürger zu wahren. Dies sei die Weichenstellung der Liberalen. Niebel: "Was wir nicht wollen, ist der gläserne Bürger vor dem gläsernen Computer." Wenn die FDP im Herbst zur Bundestagswahl antrete, geschehe dies im festen Willen, wieder mitzuregieren. Dies allerdings nicht zum Selbstzweck, sondern um eine andere Politik zu gestalten.

"Mitgestaltet" in anderem Sinne wurde der FDP-Neujahrsempfang von einigen Mitgliedern der Greenpeace-Gruppe Trier. Mit einem Transparent und in "Atomschutzanzüge" gekleidet demonstrierten sie vor dem Gebäude gegen die von der FDP befürwortete Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken.