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Mariahof: Mehr Leben auf der Insel

Mariahof: Mehr Leben auf der Insel

Vor 50 Jahren sind die ersten Bewohner in die als "Gartenstadt" konzipierte neue Siedlung gezogen. Die Schule nahm 1964 ihren Betrieb auf. Der Generationswechsel im Stadtteil sorgt für wieder steigende Schülerzahlen.

Das alte Konzept lebt fort: Mariahof ist als Gartenstadt angelegt worden. Auch im Umfeld der Schule dominiert Grün. Die Mariahofer sprechen gerne von einer Insel. Schließungsabsichten wie 2009, als die Verlegung des Unterrichts an den Wolfsberg im Gespräch war, hegt heute niemand mehr.
Derzeit besuchen 105 Schüler die sechs Klassen der Grundschule Mariahof, die Jahrgangsstufen 1 und 2 sind zweizügig. Das große Problem ist der Zustand des 48 Jahre alten Gebäudes. Zwar wurde vor einem halben Jahrhundert mit räumlicher Weitsicht geplant, doch an allen Ecken und Enden nagt der Zahn der Zeit ganz bedrohlich.
Rektor Norbert Feichtner (61) plädiert für größere Sanierungsanstrengungen, damit die Schule "Mittelpunkt des Stadtteils bleiben kann. Wir haben hier das vielleicht kinderfreundlichste Schulgelände in ganz Trier mit viel Platz zum Austoben und guter Ausstattung. Die Schülerzahlen steigen als Folge des Generationswechsels: Viele junge Familien ziehen hierher; die Entwicklung geht zur Zweizügigkeit."
Thomas Bettendorf (41), frisch gewählter Schulelternsprecher: "Wir Mariahofer sind sehr stolz auf unsere Schule und wissen, was wir an ihr haben. Sie ist ein unverzichtbares Stück Mariahof. Als ,Zugezogener\' bin ich der einzige aus unserer sechsköpfigen Familie, der nicht dort Schüler war oder - wie unsere jüngsten Söhne - ist."
Ortsvorsteherin Maria Marx (72): "Mariahof ist ein lebendiger und dynamischer Stadtteil mit voll belegtem Kindergarten. Für Nachwuchs an Grundschülern ist also gesorgt - erst recht, wenn das von der Stadt geplante Neubaugebiet Brubacher Hof Realität wird. Sorge bereitet allein der große Sanierungsstau. Der Ortsbeirat hilft nach Kräften wie etwa bei der Modernisierung der Toiletten. Unser Engagement kann aber nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein." rm.