Martin-Grundschule: "Wir sind gesund zweizügig"

Martin-Grundschule: "Wir sind gesund zweizügig"

Die Martin-Grundschule, idyllisch in der Nähe des Maar-Viertels gelegen, ist vor allem bei Eltern beliebt, die im nahen Brüderkrankenhaus arbeiten. Zurzeit hat sie 139 Schüler in neun Klassen - dennoch gilt ihre Existenz als akut gefährdet.

Eine dauerhafte Zweizügigkeit wäre bei der Martin-Schule durchaus zu gewährleisten - das bestreitet auch das Krämer-Mandeau-Gutachten nicht. Das Hauptproblem der Martin-Schule ist ihr Gebäude, das hochgradig sanierungsbedürftig ist und etliche Millionen Euro an Investitionen braucht. Dazu kommt, dass es im gleichen Stadtteil mit Am brosius eine zweite, auf hohe Kapazität ausgerichtete Grundschule gibt. Als besondere Stärke der Martin-Grundschule gilt die starke Vernetzung mit dem Wohnumfeld, mit Kitas, Jugendzentren und Kulturprojekten.
Schulleiter Christian Gerteis: "Es gibt keinen Schließungsgrund, der aus dieser Schule selbst kommt. Wir sind gesund zweizügig. Es kann also nur an externen Gründen liegen, dass man uns schließen will: der Wert des Grundstücks, die Möglichkeit, BBS-Schüler unterzubringen oder der befürchtete Leerstand von Kapazitäten im Am brosius-Gebäude. Die Martin-Schule ist seit vier Jahrzehnten ein lebendiger Ort des Lernens und soll das auch in Zukunft bleiben."
Elternsprecherin Heike Naunheim: "Der Schulentwicklungsplan ist bei unserer Schule von falschen Zahlen ausgegangen. Auch frühere Pro gnosen der Stadt bezüglich eines Rückgangs der Schülerzahlen haben sich als fehlerhaft herausgestellt. Außerdem sind die Folgen der Schulfusion für die Familien und das Viertel nicht in ihrer Gesamtheit in die Planung eingeflossen."
Ortsvorsteherin Maria Duran-Kremer: "Es fällt mir schwer, eine Position zu finden. Natürlich können wir in Trier-Nord noch einen zweiten Schulstandort brauchen, und in der Martin-Grundschule gibt es wunderbar engagierte Lehrer, Schüler und Eltern. Andererseits ist da auch nicht alles rosig, und wir können nicht nur über unseren Stadtteil reden, es muss eine Gesamtlösung für die ganze Stadt geben, bei der sich alle einordnen müssen. Ich habe da kein Patentrezept." DiL