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Musikfestival Nature One startet

FOTO: Roland
Kastllaun. Heute Abend beginnt in Kastellaun im Hunsrück das Festival Nature One. Zwei Nächte lang geht ausschließlich um elektronische Musik.

(sve) Nach der Massenpanik bei der Loveparade am vergangenen Wochenende, bei der 21 Menschen ums Leben gekommen waren, sagen Polizei und Veranstalter der Nature One: „Bei uns ist es sicher.“

Es ist das größte Festival für elektronische Musik in Europa: Die Nature One auf der ehemaligen US-Atomraketenbasis „Pydna“ bei Kastellaun im Hunsrück. Heute Abend öffnet die Nature One wieder ihre Pforten.
Die Veranstaltung mit der Creme de la Creme der internationalen DJ-Szene (insgesamt über 300 Künstler auf vier Hauptbühnen und 17 Clubs – Details siehe unten) steht in diesem Jahr jedoch leicht im Schatten der Katastrophe von Duisburg. Bei der Loveparade sind am vergangenen Wochenende 21 Menschen nach einer Massenpanik gestorben.
Auf die Frage, ob so ein Schreckensszenario auch bei der Nature One vorstellbar wäre, haben sowohl der Veranstalter als auch die Polizei klare Antworten:
„Die Situation des Veranstaltungsgeländes bei Nature One lässt sich in keinster Art und Weise mit der Loveparade in Duisburg vergleichen. Bei Nature One gibt es keine Häuserschluchten, Tunnels oder ähnliche Engpässe. Eingang und Ausgang sind voneinander getrennt, daher gibt es keine gegenläufigen Besucherströme“, erklärt Chefveranstalter Nikolaus Schär auf der Nature-One-Internetseite www.natureone.de Das Festivalgelände fasse über 100.000 Besucher, 60.000 würden erwartet. „Das Gelände bietet viele Freiräume und viele breite, unverbaute Fluchtwege.“ sagt Schär. „Wenn es auf einem der Dancefloors mal etwas enger wird, kann man problemlos ausweichen und sich auf Freiflächen zurückziehen. Die Rettungskräfte sind während der gesamten Veranstaltungszeit sowohl auf dem Festivalgelände als auch auf dem Campingplatz anwesend.
Das Sicherheitskonzept bei Nature One ist seit 15 Jahren erprobt. Alle Abläufe haben sich unter realen Bedingungen bewährt.“ Auch Polizeidirektor Manfred Schiemann von der Polizeidirektion Koblenz spricht von einem „riesiegen Festivalgelände mit Fluchträumen in alle Richtungen.“ Es gäbe keine Engpässe, keine Tunnels und keine dir Flucht- und Rettungswege störenden Zaunanlagen oder Bauten. „Unglücksfälle können grundsätzlich bei jeder Veranstaltung und zu jeder Zerit vorkommen. Es gibt aber nicht im Ansatz vergleichbare Gefahrensituationen bei Nature One wie in Duisburg.“ In Gedenken an die Opfer der Loveparade-Katastrophe lässt Nature One am Samstagnachmittag um 17 Uhr im Camping Village Tausende weißer Ballons in den Himmel steigen.
Ansonsten erwarten Besucher und Veranstalter allerdings keine Änderungen bei den Abläuden: Zwei Nächte lang wird also gefeiert.
Heute Nacht stehen unter anderem Paul van Dyk, Lützenkirchen, Carl Cox, Chris Liebing und The Disco Boys an den Turntables. Und das bis es morgen früh hell wird. Am Samstagabend geht es dann weiter.

Impressionen und aktuelle Infos gibt es in unserem Special am Wochenende live von der Pydna