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Olewig will "Qualität und Eigenständigkeit" behalten

Olewig will "Qualität und Eigenständigkeit" behalten

Erhalten statt schließen. Das ist die Forderung des Ortsbeirats Olewig, die er Schuldezernentin Angelika Birk mit auf den Weg gibt. Die Grundschule sei für den Stadtteil mehr als eine Einrichtung, in der Kinder unterrichtet werden. Ohne sie verlöre Olewig an Qualität und Eigenständigkeit.

Trier-Olewig. Schuldezernentin Angelika Birk hat zurzeit keinen leichten Job. In einigen Stadtteilen muss sie unpopuläre Nachrichten über die Schließung von Grundschulen überbringen.
Auch in Olewig kann sie keine Entwarnung geben: Endgültig sicher ist der Standort nicht, obwohl das Planungsbüro Biregio, das den Entwurf zum Schulentwicklungskonzept erarbeitet hat, Olewig nicht im Blick gehabt habe, wie Birk sagt. Angedacht war eher, die Egbert-Grundschule an den Standort Olewig zu verlegen.
Bislang plädieren weder der Stadtvorstand noch die Konzepte von SPD und CDU grundsätzlich gegen den Standort Olewig, im Gegenteil: Die Parteien wollen Olewig sogar stärken. Aber immerhin gibt es auch einen Prüfauftrag der Stadt für einen dreizügigen Neubau von Egbert - und das würde das Aus für Olewig bedeuten. Das Olewiger Gebäude könnte dann als Ausweichquartier für das Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) oder die Berufsbildenden Schulen dienen.
Auch wenn diese Variante im Moment nicht sehr wahrscheinlich ist: Die Gerüchte und Vermutungen sorgen weiter für Unruhe. Es sei viel Bewegung in der Diskussion über das Schulentwicklungskonzept, sagt Detlef Schieben (SPD). Der Ortsbeirat setzt sich für den Erhalt der Grundschule in seinem Stadtteil ein und unterstützt Schulleiterin Bernadette Wendling sowie die Eltern.
"Wenn uns die Grundschule wegfällt, was bleibt dem Stadtteil dann noch?", fragt Ortsvorsteherin Petra Block. Es sei nicht nur die Schule, die verschwinde, sondern auch ein Stück Eigenständigkeit und Lebensqualität, die der Stadtteil verlöre. "Man sollte Olewig nicht auf diese Art ausbluten lassen", sagt Tanja Freyler (CDU). Und es gibt auch Alternativvorschläge: Das Robert-Schuman-Gebäude könnte als Verwaltungsgebäude von städtischen Ämtern genutzt werden, Egbert würde im Bestand ausgebaut, Olewig bliebe erhalten, könne Kinder aus den Höhenstadtteilen aufnehmen. Oder die Egbert-Grundschule würde mit Olewig am Standort Olewig zusammengelegt, auf das Egbert-Gebäude könnte das FWG ausweichen. Der Hort, der in Heiligkreuz eventuell weichen muss, könnte nach Olewig z iehen.
Klar sei, dass "es nicht zu unserem Haushalt passt, wenn man alles so lässt, wie es ist", sagt Angelika Birk. Und zum Nulltarif gebe es keine der Lösungen.