1. Dossier

KONNICHIWA! Die Olympia-Kolumne: Alles Manga

KONNICHIWA! Die Olympia-Kolumne : Alles Manga: Die Spiele und ein ur-japanisches Kulturgut

Sushi, Judo, Sumo, Sake, Kirschblüte und Shinkansen-Züge – dafür steht Japan. Aber ein noch bekannterer Exportschlager sind Mangas und Anime.

Sushi, Judo, Sumo, Sake, Kirschblüte und Shinkansen-Züge – dafür steht Japan. Aber ein noch bekannterer Exportschlager sind Mangas und Anime. Auch wenn die Olympiamaskottchen Miraitowa und Someity trotz ihrer typischen großen runden Augen offiziell keine Manga-Figuren sind, dreht sich auch während der Spiele vieles um dieses ur-japanische Kulturgut.

Bereits im 13. Jahrhundert sollen Maler manga-ähnliche Bilder gemalt haben, Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Man-ga (so viel wie Comic) eingeführt. Dragonball oder Astro Boy waren zwei der bekanntesten frühen  Manga-Serien in Buchform, später kamen viele Figuren hinzu, die dann in Anime-Filmen auch zu echten Stars im Ausland wurden.

Schaut man sich die Werbung in Tokioter U-Bahnen an – und schaut man japanisches Fernsehen –, gibt es Anime den ganzen Tag und für alle Altersgruppen. Genau wie die Mangas, die wahrlich nicht nur für Jugendliche geschrieben und gemalt werden, obwohl diese in Deutschland die Hauptzielgruppe sind. Diese Bildergeschichten gehen bis ins Horror­genre, viele Mangas tauchen zudem in Computerspielen von Produzenten wie Nintendo oder Sega auf, auch wenn Super Mario natürlich kein Manga, sondern Italiener ist.

In vielen Einkaufsstraßen Tokios gibt es Läden für Mangas, Anime und Cosplay – quasi Mangas aus Fleisch und Blut, ein Trend zu „Verkleidungen“, der auch in Deutschland viele Anhänger hat. Gerade am Wochenende bestellen Cosplay-Fans Fotografen in die Parks von Tokio, um sich professionell und stilecht gekleidet fotografieren zu lassen. Gerade im ziemlich abgefahrenen Viertel Akihabara gibt es alles, was das Cosplay-Herz begehrt, aber auch alles für Anime-Fans.

TV-Mitarbeiter Björn Pazen arbeitet als Medienchef des olympischen Handballturniers in Tokio. Während der Spiele schildert er seine Eindrücke in der Kolumne „Konnichiwa“ („Hallo“).