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Pogo-Kreise sorgen für Enge

Pogo-Kreise sorgen für Enge

Ring-Tagebuch: Sonntag, Teil 2: Limp Bizkit rockt die Centerstage, während Mia, The Kooks und Peter Fox gegenüber Gas geben.

Ein wenig verrückt ist Mieze Katze, Frontfrau der Berliner Popgruppe MIA, schon - zumindest ihre Performance auf der Alternastage am Sonntagnachmittag: Mal tanzt sie kaum bekleidet (Respekt bei den Temperaturen) auf der Bühne, um sich wenig später in ein Herz und in ein leuchtendes Extra zu verwandeln. Ein Hingucker. Denn MIA nutzen als eine von wenigen Bands eine Videowand und ziehen diese gekonnt mit in das entspannte Programm ein.
MIAs "Tanz der Moleküle" ist der perfekte Gegenpart zu Limp Bizkit, die ihre Show fast zeitgleich vor einer überfüllten Centerstage präsentieren. "Das ist knüppelhart, aber verdammt gut", sagt Björn Beudgen (31, Krefeld) nach dem Gig, den er sich aus der "zweiten Welle", also hinter dem ersten Wellenbrecher, anschaut. Doch auch hier geht die "Post ab". "Es bilden sich immer wieder Pogo-Kreise, die immer größer werden und an den Wellenbrechern für eine krasse Enge sorgen", so Beudgen zum Abschluss-Gig auf der Hauptbühne.
Gegenüber hat sich mittlerweile "The Kooks" breit gemacht. Auch hier zwängen sich die Menschen, um die Indie-Rocker aus Brighton (England) zu erleben. Sänger Luke Pritchard sorgt mit seiner unverwechselbaren Stimme für eine nette Zwischenpartie, ehe der Alternastage-Headliner Peter Fox die Bühne enternt.
Der Berliner Hiphopper bietet,, auch dank einer tollen Show seiner Crew mit der Cold Steel Drumline und Miss Platnum, einen runden, wenn auch nicht überschäumenden Abschluss von Rock am Ring 2009. "Vielleicht liegt es einfach an den vorangegangenen Tagen, dass ich nicht mehr aus mir herausgehen kann", schildert Oliver Thelen (31, Antwerpen) seinen Gemütszustand.
Dennoch, viele können es noch und genießene den Auftritt des "Stadtaffens von Berlin" mit Bläsern, Trommlern und viel Tamtam.