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Probst holt 100 Prozent

Probst holt 100 Prozent

Bei der Mitgliederversammlung der freien Wählerliste UBM ist Christiane Probst aus Trier-Ruwer mit 73 von 73 abgegebenen Stimmen zur künftigen Fraktionsvorsitzenden gewählt worden. Einstimmig wurde am Donnerstag auch das Wahlprogramm angenommen.

Trier. (woc) Nicht nur die 39-jährige Probst schaffte bei der UBM-Mitgliederversammlung im Deutschen Hof das Traumergebnis "100 Prozent". Auch für den Vereinsvorsitzenden Hermann Kleber, Margret Pfeiffer-Erdel, Alfons Willems, Hans-Alwin Schmitz und Karl Lübeck auf den Plätzen zwei bis sechs der Stadtratsliste stimmten alle anwesenden 73 Stimmberechtigten mit "Ja". Richard Ernser erreichte auf Platz sieben immerhin noch 71 Stimmen.

Auf Listenplatz acht kandidierte Waltraud Rosar. Und obwohl die 69-Jährige der großen Mehrzahl der UBMler völlig unbekannt sein dürfte und der Wahl wegen Krankheit fernblieb, schaffte auch sie mit 69 von 73 Stimmen ein "Traumergebnis". Rosar ist vor wenigen Jahren aus dem Ruhrgebiet nach Trier gezogen. Telefonisch hatte sie sich bei Maximini vor kurzem vorgestellt und Interesse an einem Stadtratsplatz angemeldet. Am vergangenen Montag stellte sie sich dann in einem kurzen Gespräch Fraktion und Vorstand vor. Ihr Auftritt muss überzeugend gewesen sein: Das langjährige UBM-Mitglied Doris Steinbach musste den für sie bis dato vorgesehenen Listenplatz acht räumen und rutschte auf Platz zehn.

"Ich weiß, ich trete kein leichtes Erbe an", sagte Probst nach ihrer Wahl. Tatsächlich hält der derzeitige Fraktionschef, UBM-Gründer und -Namensgeber Maximini das Heft fest in der Hand. Seine Nachfolgerin erwähnte er in seinen zwei Ansprachen mit keiner Silbe und auch der Vereinsvorsitzende Kleber nutzte nicht die Gelegenheit, Probst den Rücken zu stärken.

Selbstbewusst formulierte die derweil die einzige glasklare politische Ansage des Abends: Die Trierer SPD und Grüne müssten Stellung beziehen zur öffentlichen Ankündigung der "Linken", mit ihnen koalieren zu wollen.

Das Wahlprogramm, das unter 18 Überschriften genauso umfassend wie allgemein durch alle Felder der Kommunalpolitik führt und unter der Federführung Maximinis entstanden ist, nahm die Mitgliederversammlung einstimmig an. Unter anderem will sich die UBM für das Projekt "Stadt am Fluss" einsetzen und dem Handwerk "ausreichend Gewerbefläche zu günstigen Preisen zur Verfügung stellen". Wichtig ist ihr neben der Sauberkeit von Straßen und Plätzen auch, dass diese "ausreichend ausgeleuchtet" werden. Im Straßenverkehr gelte es, den Verkehrsfluss "so effektiv wie möglich abzuwickeln" durch einen Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und die Schaltung von "grünen Wellen". Bei ihrer Umweltpolitik will die UBM sich an der Leitlinie "Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit" orientieren.
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