Ringkampf zu dritt

Ringkampf zu dritt

Drei Kandidaten - ein Amt: Diane Schmitz, Martin Schöddert und Werner Arenz wollen Bürgermeister der VG Obere Kyll werden. Diane Schmitz ist unabhängig, wird aber von der CDU unterstützt. Martin Schöddert ist unabhängig, und wird von SPD, FDP, Büdnis 90/Die Grünen und FWG unterstützt. Werner Arenz tritt als unabhängiger Bewerber und Mitglied im CDU-Kreisverband an. 1. Als Bürgermeister werde ich als Erstes... 2. Eine Fusion der Verbandsgemeinde Obere Kyll mit der VG Hillesheim oder der VG Prüm halte ich für ... 3. Trotz demografischer Entwicklung werden die Schüler an der Oberen Kyll... 4. Aufgrund des Haushaltsdefizits werden wir zukünftig verzichten müssen auf... 5. Eine gute Zusammenarbeit aller Fraktionen im Verbandsgemeinderat möchte ich erreichen, indem ...

Diane Schmitz: dankbar sein und mich darüber freuen, dass die Wähler mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Gemeinsam mit allen Fraktionen des Rates und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werde ich konsequent am Ziel der Konsolidierung der Finanzen arbeiten. Denn nur geordnete Finanzen garantieren uns die notwendigen Investitionen in Tourismus, Infrastruktur, Schulwesen, Feuerwehren und weitere wichtige öffentliche Einrichtungen. Diane Schmitz: ... auch weiterhin eine wohnortnahe und gut ausgebaute Schullandschaft vorfinden. Um die Obere Kyll als attraktiven Wohnort für junge Familien zu sichern, werde ich mich dafür einsetzen, dass das Betreuungsangebot ständig den Wünschen und Bedürfnissen der Schüler sowie der Eltern angepasst wird. Hierbei liegt es mir am Herzen, dass wir zukünftig auch in unserer Verbandsgemeinde Schulen mit Ganztagsbetreuung anbieten können. Martin Schöddert: mit einer Integrierten Gesamtschule (IGS) die Gewähr haben, in der Region einen fundierten Schulabschluss bis zum Abitur zu erlangen. Für den Fall, dass die ADD Trier diese Schule letztlich genehmigt, gilt es, für die eintretenden Konsequenzen - Busverbindungen, pädagogisches Konzept - Lösungen zu erarbeiten. Hierfür werde ich mich einsetzen. Werner Arenz: wie bisher auf eine gut aufgestellte Schullandschaft mit hervorragenden Lehrkräften vertrauen können. Unabhängig davon, ob als Realschule plus oder IGS: Wir werden dafür eintreten, dass noch höhere Bildungsabschlüsse wie bisher an der Graf Salentin Schule angeboten werden können. Diane Schmitz: umständliche Verwaltungsabläufe. Die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel müssen effizient und damit im Interesse aller Bürger eingesetzt werden. Hierfür möchte ich in einen Dialog mit allen Beteiligten treten, da es mir wichtig ist, Entscheidungen auf eine breite Basis zu stellen. Gemeinsam wird es uns gelingen, unsere schöne Heimat in eine gesicherte Zukunft zu führen. Martin Schöddert: nichts, auf dass wir nicht schon vorher verzichten mussten. Die Schuldenlast der Oberen Kyll ist nur zum Teil hausgemacht. Gemeinden und übrigens auch die Kreise tragen nur teilweise die Verantwortung für diese Entwicklung. Auch mit Blick auf die Kommunalreform werde ich mich dafür einsetzen, die Haushaltslage so zu verbessern, dass Sparen wieder Spass macht. Werner Arenz:... die Einlösung von Versprechungen, die so manche Partei im Wahlkampf vollmundig verkündet hat. Ein Haushaltsdefizit hatten wir schon immer, und trotzdem ist uns in den vergangenen Jahren doch so einiges gelungen. Dort will ich ansetzen und dies fortführen. Martin Schöddert: das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen, Gespräche mit den für die Verwaltungsreform in Frage kommenden Amtskolleginnen und -kollegen führen, mich um eine Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen kümmern, Kontakt zu den Elternvertretungen der Schulen suchen, mich mit meinen Kollegen auf Ortsgemeinde-Ebene treffen. Werner Arenz: ... mich bei den Menschen für meine Wahl bedanken und dann das fortführen, was ich bislang gemacht habe, nämlich die bürgernahe Versorgung unserer Einwohner mit qualifizierten Verwaltungsdienstleistungen. Diane Schmitz: eine verfrühte Prognose. Denn ob, wie und wann es eine Gebietsreform geben wird, ist vom Landtag noch nicht entschieden. Innenminister Bruch sagt selbst, dass es sich um einen ersten Vorschlag handelt, mit dem die Diskussion vor Ort angeregt werden soll. Sollte die Idee der Gebietsreform auch nach der Landtagswahl 2011 überhaupt noch Bestand haben, werde ich die Bürgerinnen und Bürger aktiv und umfassend an diesem Prozess beteiligen. Martin Schöddert: eine gute Idee. Die Aufforderung der Landesregierung, die Kommunalreform aktiv mitzugestalten, halte ich für selbstverständlich, verpflichtend und ergebnisoffen. Die Wähler entscheiden durch die Bestimmung des VG-Rates und des Amtsbürgermeisters mit und stellen damit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Wie die Reform gestaltet wird, werde ich zusammen mit den Bürgern diskutieren. Eine Zusammenlegung nach Gutsherrenart wird es mit mir nicht geben. Werner Arenz: für reine Utopie im derzeitigen Stadium der politischen Überlegungen. Ob und wie es mit den Verbandsgemeinden weitergeht, wird erst der Landtag entscheiden müssen. Und dann wären die Bürger gefragt, nicht nur der Rat oder ich selbst. Ich habe mit Herrn Innenminister Bruch ein persönliches Gespräch vereinbart, in dem ich ihm die Vorzüge einer selbstständigen Verbandsgemeinde Obere Kyll darlegen werde.