Crowdsurfende Cowboys, tanzende Fans: Boss Hoss haben Bock auf den Ring

Bandkritik : Crowdsurfende Cowboys, tanzende Fans auf der Bühne: Boss Hoss haben Bock auf den Ring

The Boss Hoss lassen es am Sonntagabend auf der Hauptbühne von Rock am Ring krachen. Die Partylaune der Berliner Cowboys ist ansteckend. Die Fans springen, singen und tragen sie buchstäblich auf Händen.

The Boss Hoss haben Lust. Das zeigen sie sofort, als am Sonntagabend der Vorhang der Hauptbühne bei Rock am Ring fällt und den Blick auf die Urban Cowboys aus Berlin freigibt. Mit „Black is beautiful“, dem Titelsong des neuen Albums, eröffnen sie ihre Show. Boss Hoss – das sind Rock, Country, Gitarren, weißer Stetson, Lederjacke und viel Testosteron. Und das liefern die Jungs auch am Ring. Frontmann Alec „Boss Burns“ Völkel übernimmt die Regie und animiert das Publikum, während Kollege Sascha „Hoss Power“ Vollmer mit Gitarre auf dem Barhocker Platz nimmt. „Der Ring ist immer das Geilste“, ruft Alec und stürzt sich schon nach drei Songs oberkörperfrei in die Menge, wo ihn die Fans sicher bis kurz vor der ersten Wellenbrecher und zurück tragen.

Bei der Ballade „Jolene“ schwappt die Partylaune der sieben Berliner Jungs endgültig auch auf die Fans über, die bis dahin noch etwas zurückhaltend sind. Beim Refrain stimmen sie ein, schwenken die Arme – auch auf der Tribüne – und singen mit Alec den leicht abgewandelten Text „Am Ring, am Ring“. Ab da haben die Countryrocker die Menge im Griff. Sie spielen ihre bekannten Hits von „Dos Bros“ bis „Don’t gimme that“, neben viel Blech kommen auch Mundharmonika und Waschbrett zum Einsatz. Die Ring-Fans feiern und springen auf Kommando im Kreis, als Alec Moshpits fordert. Zum Finale holen die Jungs etwa 20 Mädels aus dem Publikum auf die Bühne, die mit ihnen tanzen dürfen. Schwer zu sagen, wer dabei glücklicher aussieht.

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