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Rock am Ring 2022: Hubschrauberabsturz und Explosionen - Wofür jetzt geübt wurde

Festival : Hubschrauberabsturz und Explosionen: So bereiten sich Einsatzkräfte auf Rock am Ring 2022 vor

Zehntausende Menschen werden zu „Rock am Ring“ erwartet. Um die Sicherheit zu gewährleisten, bereiten sich die Verantwortlichen auf Szenarien vor, die einen Ausnahmezustand während des Festivals bedeuten können.

Zwei Jahre lang musste die Party am Nürburgring ausfallen. Zwei Jahre lang haben die Fans darauf gewartet, dass „Rock am Ring“ zurück ist. Mit einem prominent besetzten Line-up meldet sich das Festival in diesem Jahr tatsächlich zurück.

Großübung vor „Rock am Ring“ 2022

Ein Blick in die Zukunft: Seit dem 3. Juni dürfen die Fans endlich wieder feiern. „Rock am Ring“ 2022 ist eröffnet und zehntausende Menschen freuen sich über Camping, Musik und ausgelassene Stimmung. Mitten in die Euphorie hinein ertönt eine Explosion, die aus der Richtung eines Campingplatzes kommt. Besucher, die sich in Hörweite befinden, sind aufgeschreckt. Woher kam der Knall, gibt es Verletzte und wie kann Hilfe zum Ort des Unglücks kommen? Vor allem die Rettungskräfte müssen nun richtig reagieren, um die Sicherheit der zahlreichen Besucher zu gewährleisten.

Es ist ein fiktives Szenario. Aber es ist eine der Situationen, auf die sich die Rettungskräfte vor dem Start von „Rock am Ring“ 2022 ganz real vorbereiten. Denn eine Großveranstaltung, zu der solche Besuchermassen erwartet werden, kann ohne Planung und Übung für den Ernstfall nicht stattfinden. Einen Monat vor dem Festival waren nun alle Beteiligten an einer Großübung beteiligt.

Explosion, Unwetter, Hubschrauberabsturz

Vertreter von DRK, Feuerwehr, Polizei, dem Kreis Ahrweiler und der Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG sowie der Festival-Veranstalter sind auf dem Gelände des Nürburgrings zusammengekommen. Neben der Explosion auf einem Campingplatz standen unter anderem auch Notfälle wie ein Unwetter und ein Hubschrauberabsturz auf dem Übungsplan.

Mit den schockierenden Folgen eines Unwetters hat auch „Rock am Ring“ schon Erfahrungen sammeln müssen. Noch immer ist der Abbruch des Festivals im Jahr 2016 in Erinnerung. Mehr als 70 Menschen wurden damals verletzt, als Blitze auf dem Gelände eingeschlagen sind. Zwei Besucher mussten reanimiert werden. Was am damaligen Veranstaltungsort Mendig passiert ist, soll sich am Nürburgring nicht wiederholen.

Die Landrätin für den Kreis Ahrweiler, Cornelia Weigand, hat die Übung verfolgt und erklärt im Anschluss: „Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher, der Mitarbeitenden und der Einsatzkräfte vor Ort steht für uns an erster Stelle. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns auf große Veranstaltungen, wie sie am Nürburgring stattfinden, sorgfältig vorbereiten. Alle Beteiligten müssen Hand in Hand arbeiten und die verschiedenen Abläufe wie Zahnräder ineinander greifen. Die Übung hat hierzu viele wichtige Erkenntnisse geliefert.“

Für die Einsatzkräfte ist „Rock am Ring“ 2022 eine Herausforderung

Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass während des laufenden Festivals ein Hubschrauber über dem Gelände abstürzt. Man erkennt aber an den Szenarien, dass die Einsatzkräfte auf Extremsituationen vieler Art vorbereitet sein müssen. Was sowieso schon eine schwierige Aufgabe ist, dürfte in diesem Jahr noch anspruchsvoller werden. Denn auch für die Kräfte von DRK, Feuerwehr und Polizei ist „Rock am Ring“ 2022 einer der ersten Einsätze bei einer Großveranstaltung nach den letzten beiden Corona-Jahren.