Festival-Highlight Electric Callboy und Babymetal erobern Rock am Ring im Sturm

Nürburg · Es war einer der heißersehntesten Auftritte des Wochenendes: Electric Callboy haben am Samstag eine mehr als ring-würdige Show abgeliefert. Dabei holten sie sich auch Verstärkung auf die Bühne.

Electric Callboy bei Rock am Ring 2024
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Electric Callboy bei Rock am Ring 2024

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Foto: Julia Nemesheimer

Electric Callboy gehörte bei Umfragen unter den Ring-Besuchern zu einer der meistgewünschten Bands überhaupt. Nur ein dreiminütiger Auftritt während eines Finch-Konzerts reichte im vergangenen Jahr aus, um die Menge zum Kochen zu bringen. Ein komplettes Konzert der sechs Ruhrpott-Jungs auf der Hauptbühne brachte die Festivalmenge am Samstag dann völlig zum Eskalieren.

Von der ersten Sekunde an packte die Band aus Castrop-Rauxel die Menge und riss auch den müdesten Festivalgänger noch von den Füßen. Konfettikanonen und schrille Outfits mischten sich mit dem bunten Party-Metal der Callboys. Textsicher grölten zehntausende Fans bei Hits wie „Spaceman“ oder „Hypa Hypa“ aus vollen Kehlen mit.

Electric Callboy am Ring: „Das ist ein Traum, der für uns in Erfüllung geht“

„Hier bei Rock am Ring zu spielen, das ist ein Traum, der für uns in Erfüllung geht“, sagte Sänger Kevin Ratajczak vor der begeisterten Menge. „Ein dickes Dankeschön an alle euch, die uns über die Jahre supported haben. Ihr macht das möglich, dass wir hier unseren Jugendtraum leben können“

Romantisch wurde es, als die beiden Sänger ein Duett mit einem Fallus-Piano anstimmten und mit der Menge Songs wie „Let It Go“ aus dem Film Frozen oder „I Want It That Way“ von den Backstreet Boys sangen. Beim Schlagersong Hurricane tanzten Hunderte Tanzpaare Discofox durch die Menge, nur um Sekunden später in einem strudelnden Moshpit zu verschwinden.

Electric Callboy und Babymetal gleich zweimal zusammen auf der Bühne

Das Highlight des Konzerts war jedoch die gemeinsame Performance von Electric Callboy und Babymetal, die erst wenige Tage zuvor den gemeinsamen Song „Ratatata“ veröffentlicht haben. Die perfekt synchrone Tanz-Choreographie der drei Japanerinnen, zusammen mit der puren Energie der Band, sorgte für einen der schönsten Momente des Wochenendes.

Knapp zwei Stunden später performten beide Bands den Song erneut zusammen, beim eigenen Auftritt der Band Babymetal, welche die Menge vor der Mandora Stage mit ihren Songs förmlich in Brand setzte. Trotz nicht wirklich optimaler Tonabmischung brachte Babymetal seine Fans zum Tanzen, Springen und Mitsingen.

Den Höhepunk erreichte die Kawaii-Metalband mit ihrem Song „Road of Resistance“, welcher fast die gesamte Menge zu einer Wall of Death werden ließ. Ihr kompromissloser Metal-Sound gepaart mit einer absolut erstklassigen Bühnenshow machten Babymetal zu einem der sehenswertesten Konzerte des Festivals.

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