Welshly Arms rocken am Ring - Stimmgewaltig und extrem lässig

Bandkritik : Welshly Arms rocken den Ring - Kraftvoll, stimmgewaltig und extrem lässig

Tag eins beim Festival Rock am Ring: Bevor die großen Headliner Tool am Zug sind, heizen am frühen Abend Welshly Arms dem Publikum ein. Das Sextett aus Ohio hat mit „Legendary“ einen Welthit gelandet. Eine Hymne, die auch am Ring die Fans mitreißt.

„Seid ihr legendär genug, um die nächste Band zu verdauen?“, fragt eine Moderatorin die Fans, die bei Rock am Ring vor der Crater Stage warten. Damit spielt sie natürlich auf den bislang größten Hit von Welshly Arms an, die kurz danach auf die Bühne stürmen. Auf ihre Durchbruch-Nummer „Legendary“ (2016) lassen die sechs Musiker aus Cleveland, Ohio, das Publikum aber noch ein bisschen warten.

Welshly Arms - das ist Indie-/Alternative Rock mit einer ordentlichen Prise Soul, Blues und Gospel. Exrem lässig, extrem tanzbar - und stimmgewaltig. Das beweisen Leadsänger Sam Getz und vor allem Bri Bryant (Backvocals), die von Anfang an Vollgas geben. Bei „Indestructable, einer funkigen Nummer vom aktuellen Album „No place is home“, gehen die Fans vor der Bühne voll mit. Bri Bryant mit ihrer Mega-Stimme und mit sonnengelbem Hut versprüht so viel positive Vibes, dass sich dem kaum jemand entziehen kann.

Die Band spielt auch einige neue Songs, die Krönung des Auftritts sind aber „Sanctuary“ und die Hymne „Legendary“, die unter anderem als Titelsong des Kinofilms „Power Rangers“ bekannt geworden ist. Sänger Sam Getz feuert die Menge an – und die stimmt beim Refrain lautstark ein: „Cause we’re gonna be legends ... It’s about to be legendary.“ Die Fans feiern – einige bilden sogar eine Circlepit. Zum Finale legt Getz noch einen drauf und liefert eine Blues-Impro-Einlage vom Feinsten ab. So kann man den Freitagabend bei Rock am Ring durchaus einläuten. Am späten Abend folgen unter anderem Tool und The Smashing Pumpkins.

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