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Schwarz-Gelb regiert die Republik

Schwarz-Gelb regiert die Republik

Die „Wahl-Schlacht“ ist geschlagen, das Ergebnis eindeutig: Deutschland wird künftig von einer schwarz-gelben Koalition regiert; die SPD muss nach elf Jahren an der Regierung in die Opposition. Die Region Trier ist mit neun (bislang sechs) Abgeordneten in Berlin vertreten.

Berlin/Trier. (sey/dpa) Nach vier Jahren großer Koalition wird Deutschland künftig von Union und FDP regiert. Dank eines sensationellen FDP-Ergebnisses bei der Bundestagswahl kann Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrem Wunschpartner regieren – obwohl die Union erneut schwach abschnitt. Mit Überhangmandaten wurde für Schwarz-Gelb eine klare Parlamentsmehrheit von 331 Sitzen errechnet. SPD, Linke und Grüne kommen Hochrechnungen zufolge auf 291 Mandate. Die SPD mit Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier fuhr das schlechteste Ergebnis seit 1949 ein. Die FDP unter Guido Westerwelle holte das beste Ergebnis ihrer Geschichte und kann erstmals seit 1998 wieder mitregieren. Grüne und Linke erzielten ebenfalls zweistellige Rekordergebnisse, können angesichts der SPD-Verluste Schwarz- Gelb aber nicht verhindern. CDU-Chefin Merkel wurde als sechster Regierungschef nach Konrad Adenauer (CDU), Willy Brandt, Helmut Schmidt (beide SPD), Helmut Kohl (CDU) und Gerhard Schröder (SPD) im Amt bestätigt.

Die Region Trier wird im neuen Bundestag mit neun Parlamentariern vertreten sein. In allen drei regionalen Wahlkreisen gewannen die CDU-Bewerber ihr Direktmandat: Bernhard Kaster in Trier, Peter Bleser im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück und Patrick Schnieder im Wahlkreis Bitburg. Ulrike Höfken (Grüne) und Edmund Geisen (FDP) wurden über die Landeslisten ihrer Parteien erneut in den Bundestag gewählt. Auch der Triererin Katrin Werner (Linke) gelang über die Landesliste der Sprung nach Berlin, ebenso SPD-Bewerber Manfred Nink sowie Josef Philip Winkler (Grüne, Wahlkreis 201) und Fritz Rudolf Körper, SPD (Wahlkreis 203).