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So finanzieren die Trierer OB-Kandidaten ihren Wahlkampf

So finanzieren die Trierer OB-Kandidaten ihren Wahlkampf

Der Wahlkampf der parteilosen CDU-Kandidatin Hiltrud Zock und des SPD-Kandidaten Wolfram Leibe kostet nach eigenen Angaben jeweils eine fünfstellige Eurosumme, wobei Zocks Budget höher liegt als das von Leibe. Die Grünen mit Fred Konrad investierten mit 16 000 Euro am wenigsten.

Trier. Wer wird Nachfolger von Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen, dessen Amtszeit Ende März 2015 ausläuft? Seit Monaten läuft der Wahlkampf um den Chefsessel im Rathaus. Aus dem ursprünglichen Dreikampf ist nach dem ersten Wahlgang ein Zweikampf geworden. Fred Konrad (Bündnis 90/Die Grünen) ist mit 17,95 Prozent der Stimmen ausgeschieden. Hiltrud Zock (von der CDU nominiert, 45,75 Prozent) und Wolfram Leibe (SPD, 36,29 Prozent) treten am Sonntag, 12. Oktober, zur Stichwahl an.
Der Wahlkampf ging also in eine zweiwöchige Verlängerung, und das Ende steht kurz bevor. Zeit für eine Bilanz. Der Volksfreund hat die Kandidaten gefragt: Wie viel kostet das Ganze?
SPD-Mann Leibe reagiert sofort: "Ich mache das gerne transparent, sofern auch Frau Zock ihre Zahlen offen legt."
Hiltrud Zock antwortet am Dienstag: "Die Kosten sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau zu beziffern." Voraussichtlich werde die Summe noch im mittleren fünfstelligen Bereich liegen. Das heißt demnach in konkrete Zahlen übersetzt: eher 60 000 als 80 000 Euro. Zock führt weiter aus: "Der größte Anteil kommt über reguläre Wahlkampfspenden auf ein Spendenkonto der CDU, das auch im Prospekt genannt ist. Ein weiterer größerer Teil kommt von mir selbst. Das sind neben Geldmitteln auch andere unterstützenden Maßnahmen. Es gehen auch jetzt noch Wahlkampfspenden ein. Anhand dieser Eingänge werden relativ spontan manche Werbemittel kurzfristig produziert. Es gibt Unterstützer, die eigene Banner oder Aufkleber auf eigene Kosten produzieren lassen."
Auch die Wahlkampfkosten für Wolfram Leibe liegen nach dessen Angaben im mittleren fünfstelligen Bereich, innerhalb dieser Bandbreite jedoch am unteren Ende. Das heißt übersetzt: in einer Größenordnung von 40 000 Euro. "Partei, Sponsoren und ich selbst zahlen davon jeweils etwa ein Drittel", sagt Leibe. Die SPD setzt im Wesentlichen auf Plakate und Anzeigen, verzichtet bewusst weitgehend auf Werbegeschenke.
Grünen-Geschäftsführer Ewald Adams nennt das OB-Wahlkampfbudget seiner Partei ohne Umschweife: "16 000 Euro, davon 6000 Euro vom Landesverband." Kandidat Fred Konrad war für eine Stellungnahme zu einem möglichen Beitrag aus eigener Tasche am Dienstag nicht erreichbar. cus